1. Halbjahr 2009: Bedrohung durch Malware wird immer größer

Original Artikel von Menard Osena (Solutions Product Manager, Trend Micro)

Malware-Bedrohungen haben mit den Jahren sehr sehr viele Entwicklungsstadien durchlaufen. Als erstes traten DOS-Viren auf, dann Makroviren, daraufhin Massen-Mailer, danach Bot-Netze und schließlich Internet-Bedrohungen. Das einzig Sichere scheint zu sein, dass sie immer mehr und immer gefährlicher werden.

TrendLabs hat diesen stetigen Anstieg von Malware beobachtet. Die Auswirkungen auf den Benutzer sind klar: Im ersten Halbjahr von 2008 hat das Trend Micro World Virus Tracking Center (WTC) eine Infektion mit Malware auf 253,4 Millionen Systemen aufgezeichnet. Der Vergleichswert für 2009 liegt mit 491,2 Millionen fast doppelt so hoch.

Diese Entwicklung ist alles andere als erfreulich, kam aber auch nicht unerwartet. Die offizielle Trend Micro Prognose für 2009 hob hervor, dass die Anzahl der Malware-Bedrohungen seit Jahren ansteigt und dass es 2009 auch nicht anders sein würde.

Und nicht nur Trend Micro ist dieser Ansicht. AV-Test.org veröffentlichte vor Kurzem seine Ergebnisse für das erste Halbjahr, und die Diagramme sind ziemlich besorgniserregend:

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Abbildung 1: Gesamtzahl einzelner Bedrohungsexemplare laut AV-Test

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Abbildung 2: Neue, einzelne Bedrohungsexemplare laut AV-Test

Jeden Monat tauchen mehr als eine Million neue Bedrohungsexemplare auf. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gesamtzahl aller Bedrohungsexemplare auf über 30 Millionen steigen wird. Das sollte den Umfang der Malware-Bedrohung deutlich machen.

Je mehr Bedrohunges es gibt, desto mehr Systemressourcen werden gebraucht, um die Benutzer vor ihnen zu schützen. Wie sonst können Benutzer mit immer mehr Bedrohungen fertig werden? Nach jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Malware-Signaturen glaube ich, dass das Internet unser einziger Ausweg ist. So können wir den herkömmlichen Anti-Malware-Ansatz weiterverwenden und Malware-Definitionen einfach ins Internet stellen. Dadurch schonen wir das Netzwerk des Kunden, da nicht immer wieder und immer häufiger Pattern bereitgestellt werden müssen. Diese Verlagerung bringt noch andere Vorteile mit sich:

  1. Jeder Kunde ist ein Teil eines weltweiten Echtzeit-Schutznetzwerks.
  2. Entdeckt das Netzwerk eine Internet-Bedrohung, die einen Teilnehmer schädigen will, werden sofort automatisch alle Teilnehmer geschützt.
  3. Alle Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, sind geschützt. Dieser Schutz ergänzt Ihre vorhandene Antiviren-Lösung.
  4. Es findet ein Abgleich im weltweiten Schutznetzwerk statt.

Dadurch werden Benutzer schneller vor Bedrohungen geschützt.

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