Archiv für den Tag: 09/11/2009

Koobface nimmt Google Reader ins Visier

Original Artikel von Jonell Baltazar (Advanced Threats Researcher bei Trend Micro)

Trend Micro warnt vor einer neuen Entwicklung des Koobface-Botnetzes, die den Google-eigenen Service Google Reader missbraucht. Die Google Reader-Webadressen wurden von Koobface als Spamnachrichten in sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace und Twitter verbreitet wurden. Dazu nutzen die Verbrecher Google-Benutzerkonten, um URLs zu hosten, die ein Image enthält, dass einem Flash-Video ähnelt. Diese URLs werden in besagten sozialen Netzwerken verteilt. Klickt ein User auf das Image oder den Titel des Contents, so landet er auf einer infizierten Website – auf der sich ein weiteres gefälschtes YouTube-Video befindet. Von dort aus wird der Rechner des Anwenders infiziert, der dadurch Teil des Koobface-Botnetzes wird.



Google Reader ist ein kostenloser Dienst, mit dem Anwender Websites nach neuen Inhalten durchsuchen sowie diese neuen Inhalte untereinander austauschen können. Diese Funktion, ist einfach zu verwenden, denn jeder kann auf seiner Reader-Seite auf den Share Icon klicken, und die Inhalte werden auf eigenen der öffentlichen Seite dargestellt. Diese Möglichkeit, Inhalte auszutauschen, wird von den Cyberkriminellen durch das Spammen von bösartigen Links missbraucht.

Bereits rund 1.300 Google Reader-Konten sind von der Koobface-Spam-Attacke auf sozialen Netzwerken betroffen. Trend Micro hat Google über diesen Vorfall unterrichtet. Das Trend Micro-Forschungs-Team beobachtet kontinuierlich die kriminellen Koobface-Aktivitäten, insbesondere das Spammen von Webadressen auf sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace und Twitter.

Anwender der Sicherheitslösungen von Trend Micro sind durch das Trend Micro Smart Protection Network vor dieser Attacke geschützt. Anwender, die befürchten, ihr Rechner könnte befallen sein, können die kostenlosen Trend Micro-Werkzeuge zum Aufspüren und Beseitigen von Infektionen wie HouseCall nutzen.

Facebook Phishing: Wie erkenne ich gefälschte Mail-Nachrichten

Original Artikel von Verna Sagum (Fraud Analyst bei Trend Micro)

Die Sicherheitsexperten von Trend Micro erhielten eine Reihe von E-Mail-Nachrichten, die angeblich von Facebook kamen. Darin wurden die Empfänger aufgefordert, ihre Login-Informationen aus Sicherheitsgründen zu aktualisieren. Danach sollten sie auf eine in der Mail mitgelieferte URL klicken. Diese URL aber zeigte auf eine vorgetäuschte Facebook-Website. Hier sollten die Opfer ihr Kennwort eingeben, ihre Mailadresse war bereits automatisch eingetragen worden. Sobald der Nutzer den Login-Button drückt, wird er auf eine andere betrügerische Seite geleitet, wo ein Link für das Herunterladen eines verdächtigen Update-Tools geliefert wird. Dies identifizierte Trend Micro als TROJ_ZBOT.CDX. Mittlerweile wurde die Phishing URL und auch die bösartige Datei vom Trend Micro Smart Protection Network blockiert.







Dies zeigt zum wiederholten Mal, wie durchtrieben Cyberkriminelle sein können, wenn sie an wertvolle Informationen herankommen wollen. Sie täuschen sogar die Absicht vor, Empfängern mehr Sicherheit zu liefern. Doch wie kann ein Anwender feststellen, ob seine persönlichen Daten gephisht wurden? Hier ein paar nützliche Tipps:

  • Checken Sie den Inhalt der E-Mail: Rechtschreib- und Grammatikfehler kommen sehr häufig vor in Spam-Nachrichten.
  • Klicken Sie nicht auf eingebettete Links: Falls Sie Ihre Login-Informationen aktualisieren müssen, gehen Sie auf die Homepage der Site und melden Sie sich von dort an.
  • Prüfen Sie die URL im Nachrichten-Body: Ein legitimer Facebook-Link hört mit der Endung .com auf – anders in den beiden Betrugs-Mail-Nachrichten.
  • Prüfen Sie den Zeitstempel: Facebook hat weltweit Millionen von Nutzern, sodass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Site-Administrator allen Nutzern an demselben Tag E-Mail-Nachrichten zukommen lässt.
  • Prüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders: Ein legitimer Facebook-Absender hat in seiner Adresse facebook.com und nicht facebookmail.com.