5 Tipps zum sicheren Twittern

Original Artikel von Rik Ferguson (Solutions Architect, Trend Micro)

Wenn Sie bereits zu den geschätzten 32 Millionen Menschen gehören, die die Mikro-Blogging-Site Twitter verwenden, oder gerne Mitglied werden möchten, dann habe ich hier 5 Sicherheitstipps für Sie, die Sie beachten sollten.

1. Denken Sie bei *allem*, was Sie veröffentlichen, erst mindestens dreimal nach, bevor Sie es tatsächlich tun. Zurzeit können veröffentlichte Tweets nämlich weder gelöscht noch zurückgezogen werden.

2. Geben Sie niemals – wirklich niemals – persönliche Daten weiter (E-Mail-Adresse, Telefonnummern, Adressen usw.). Ihre Tweets sind öffentlich, werden von Suchmaschinen indiziert und mit Ihnen als Person verknüpft. *Wenn es denn unbedingt sein muss*, veröffentlichen Sie Ihre Beiträge über die Direct-Message-Funktion, und löschen Sie die Direct Message, sobald Sie nicht mehr gebraucht wird (falls Ihr Konto gehackt wird). Wenn Sie gesendete Direct Messages löschen, werden sie auch aus dem Posteingang des Empfängers entfernt. Allerdings werden sie nicht aus einer Client-Anwendung eines Drittanbieters des Empfängers oder von mobilen Geräten gelöscht, wenn sie dahin verlinkt wurden.

3. Wenn Sie von Ihrem mobilen Gerät per SMS twittern, schauen Sie sich den Inhalt Ihrer Nachricht genau an. Denn wenn Sie per SMS auf eine private Direct Message antworten, wird sie nicht als private Nachricht, sondern als öffentlicher Tweet gesendet.

4. Verwenden und ändern Sie regelmäßig komplexe Kennwörter. Nutzen Sie *niemals* einen Service, bei dem Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort eingeben müssen. Verwenden Sie ausschließlich Services von Drittanbietern, die offene Authentifizierung (OAuth) unterstützen. Falls Sie dennoch einen der vielen Services von Drittanbieternn verwenden, die bei Twitter mitmachen, stellen Sie sicher, dass die Anmeldeadresse auf der Site des Drittanbieters, die im Webbrowser angezeigt wird, Ihr Kennwort schützt. Am Anfang der Adresse sollte http://twitter.com/oauth stehen – tut es das nicht, sollten Sie Ihre Daten auch nicht eingeben.

5. Nutzen Sie einen Twitter-Client wie TweetDeck oder eine Browsererweiterung wie LongURL. Damit können Sie sich das wahre Ziel eines verkürzten Links anzeigen lassen, bevor Sie die Site öffnen. Denn gekürzte oder verschleierte URLs sind die Methode schlechthin, um über Twitter Spam und Malware zu verbreiten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wohin der Link führt, klicken Sie nicht darauf. Fragen Sie beim Absender nach, ob er das wirklich senden wollte. Man kann ja nie wissen, vielleicht tut man dem Absender ja auch einen Gefallen, wenn man ihm mitteilt, dass sein Konto entführt wurde.

Und hier mein letzter Rat: Machen Sie mit! Twitter macht Spaß, ist informativ und interessant. Lesen Sie meine Beiträge (wenn Sie es ertragen können) unter http://www.twitter.com/rik_ferguson.

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