Bei Google steht es 1:0 für die Werbung

Originalartikel von Jonathan Leopando, Technical Communications

Kürzlich wurde bekannt, dass Google alle Apps, die Werbung blockieren, aus dem offiziellen Store Google Play entfernt. Die Entwickler dieser so genannten Ad-Blocking Apps erklärten, dass Google zufolge ihre Apps wegen Verletzung der Entwicklervereinbarung zum Vertrieb der Apps (Developer Distribution Agreement) entfernt wurden.

Eigentlich könnte man Googles Aktion positiv bewerten. In der Vereinbarung steht:

“Sie erklären sich damit einverstanden, keine Aktionen im Market zu unternehmen, einschließlich Entwicklung oder Vertrieb von Produkten, die die Geräte, Server, Netzwerke oder anderes Eigentum oder Dienstleistungen von Dritten (einschließlich Android-Nutzer, Google oder mobile Netzwerkbetreiber) stören, unterbrechen, beschädigen oder in unerlaubter Weise darauf zugreifen.“

Dieser Vereinbarung zufolge war Google berechtigt, besagte Apps aus dem Store zu entfernen. Dennoch, die vielen Apps und Websites mit agressiver Werbung sind für die Nutzer ein Ärgernis, und daher rührt dieses Problem. Manche dieser Werbemodule können sogar bösartig sein und versuchen, den Nutzer bei einem Bezahldienst anzumelden. Viele Nutzer sind auch besorgt darüber, wie Werbenetzwerke ihre Aktionen verfolgen, und sind es leid, auf jeder besuchten Webseite Werbung zu sehen.

Um es klar zu sagen: Google hat diese Maßnahmen eindeutig zugunsten der Werbetreibenden und Entwickler von Android-Apps getroffen. Dies mag wohl aus Geschäftssicht richtig sein, doch leider gibt es eine Menge skrupelloser Entwickler und Werbetreibender, vor denen sich die Nutzer schützen wollen. Google hat jedenfalls gezeigt, auf wessen Seite der Konzern steht!

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