Kategorie-Archiv: Cloud Security

Zusammenfassung der Sicherheitslage 2012: Post-PC-Gefahren

“Post-PC-Ära” ist das Schlagwort der letzten Zeit, und die Ausweitung der Cyberkriminalität 2012 auf mobile Plattformen zeigt, dass die Bedrohungen auch diese neue Ära erreicht haben.

Mobile Schädlinge: 350.000 – Tendenz steigend

Ende des letzten Jahres betrug die Zahl der Android-Schädlinge 350.000, ein enormer Anstieg, wenn man bedenkt, dass es Ende 2011 erst 1.000 waren. Diese massive Zunahme ist maßgeblich Adware und dem Mißbrauch von Bezahldiensten geschuldet. Der große Erfolg der Android-Plattform lässt zudem darauf schließen, dass sich die Bedrohungssituation für die mobile Plattform ähnlich entwickeln wird, wie das vor zehn Jahren für Windows im Desktop-Bereich der Fall war.
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Usenix 2012: Beobachtungen zu den Bedrohungstrends

Originalartikel Paul Ferguson, Senior Threat Researcher

Auf der Usenix LEET 2012 in San Jose, Kalifornien, präsentierte Trend Micros Threat Research Group einen Überblick über die aktuellen Bedrohungen und die diesbezüglich wichtigsten Entwicklungen. Dies sind die Haupttrends im Bereich der Bedrohungen:

Entwicklung und Professionalisierung von Exploit Kits

Exploit Kits, wie das beliebte Black Hole Exploit Kit, haben sich zur meist genutzten „Waffe“ entwickelt und dienen dazu, die Angriffsfläche enorm zu erweitern. Dies und auch die Tatsache, dass sie einfach im kriminellen Untergrund gehandelt werden, lässt darauf schließen, dass ihre Anwendung noch weiter an Popularität gewinnen wird.

Zunehmende Reife der Traffic Direction Systems (TDS)

TDS, wie Sutra TDS, dienen dazu, den Datenverkehr der Opfersysteme auf verschiedene Zielseiten umzuleiten, etwa solche mit Exploit Kits, gefälschter Antivirussoftware, vorgebliche Pharmaseiten und andere, — je nach Ziel der Kampagne (Pay-per-Click, Pay-per-Install oder damit verbundene Kampagnen). Die TDS sind sehr effizient und werden zunehmend genutzt.

Kleinere, diversifizierte Botnetze

Statt wie bisher große, monolithische Botnetze aufzubauen, wechseln die Cyberkriminellen zu kleineren, unterschiedlicheren Botnetzen. Der Grund: Damit vermeiden sie, ihre gesamte Infrastruktur zu verlieren, falls eines der Netze abgeschaltet wird, sei es weil Domänen gesperrt, Kommunikationsdienste unterbrochen werden oder die Polizei Computer beschlagnahmt.

Modularisierung

Vor allem Bank-Trojaner wie ZeuS, SpyEye oder Carberp, werden modularer gestaltet, wobei spezielle Plugins hinzukommen, die bei Bedarf angesteckt werden. Beispielsweise stellen Plugins für Screen Grabber, Back Connect oder Web Injects Funktionssets dar, die sich einzeln hinzu kaufen lassen. So entsteht ein Markt für spezialisierte Kriminalität.

Aufkommen mobiler Gefahren

Unabhängig von der schieren Anzahl mobiler Gefahren, die in den verschiedenen Marketplaces auftauchen, handelt es sich dabei vor allem um Proof-of-Concepts. Natürlich sind sie bösartig, können Informationen stehlen, Konten kapern, Premium SMS versenden und so weiter, doch stellen sie derzeit noch keine „signifikante Kriminalität“ dar. Auch gibt es keine tatsächlichen gemeinsamen Versuche, E-Commerce Bankanwendungen anzugreifen. Die Experten erwarten jedoch mit der nächsten Generation der Geräte, die NFC (Near Field Communications) vollständig unterstützen, diesbezüglich eine dramatische Wende. Dann werden nämlich viel mehr Verbraucher den E-Commerce und Finanzanwendungen nutzen – somit lohnt sich dann auch der Angriff.

Weitere Angriffe auf soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke sind ein leichtes Ziel für Cyberkriminelle, den die Nutzer sind häufig naiv und veröffentlichen viel zu viele persönliche Informationen. Zudem lassen sie sich leicht dazu verführen, auf Köder-Links zu klicken. Es gibt wenig Hoffnung, dass sich hier etwas ändert.

Angriffe auf kritische Infrastrukturen

Die Betreiber von Netzwerken, die als kritische Infrastruktur bezeichnet werden, sind private Unternehmen, die nicht immer die besten betrieblichen Sicherheitsentscheidungen treffen, deren Sicherheitsbewusstsein häufig zu wünschen übrig lässt und die somit Angreifern ein leichtes Ziel bieten. So lange sich hier nichts ändert werden die Angriffe auch weiter gehen.

Angriffe durch HTML5

Die weitere Verbreitung von HTML5 ermöglicht eine homogene Angriffsfläche. Einzelne Fälle der Ausnutzung von Schwachstellen über JavaScript, Websockets, Cross-Site Scripting und Cross-Site Request-Fälschung sowie Java und andere gibt es bereits. Doch HTML5 ermöglicht die Ausnutzung von Browsern-Schwachstellen, unabhängig vom darunter liegenden Betriebssystem, um so genannte Browser-Botnetze aufzubauen. Weitere Informationen dazu liefert die Serie HTML5 – Die größten Gefahren und Gefahren und kein Ende..

Mehr Datendiebstähle über gezielte Angriffe

Advanced Persistent Threats (APT) funktionieren, weil Social Engineering wirkt. Anscheinend muss die Technik nicht sehr ausgeklügelt sein, um zu funktionieren. Über diese Methode kommen die meisten Dateneinbrüche und –diebstähle, Spionagefälle usw.

Schwer zu fassende Cyberkriminalität

Schlaue Cyberkriminelle wissen, wie sie ihre Chancen am besten nützen können. Sie wissen welche Domänen-Registrare (oder Reseller) und Hosting Provider sie unbedenklich wählen können, weil sie auf Missbrauch nur sehr langsam reagieren. Auch verstehen sie es, unauffällig zu handeln und ihre „Dienste“ so zu platzieren, dass sie ihre Betriebsdauer maximieren. Dazu gehört auch, in aufstrebenden Märkten zu agieren, wo es noch keine effektiven Organisationen für Gegenmaßnahmen gibt, etwa nationale oder regionale CERTs.

In den letzten neun Monaten sind einige transozeanische Kommunikationskabel nach Afrika gelegt worden – ergibt unter Umständen einen völlig neuen Markt für Internetdienste. Viele davon werden mobil sein, doch die Infrastruktur und das Hosting bleibt am Boden verankert. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es, parallel ein Framework aufzusetzen, um die Cyberkriminalität dort in den Griff zu bekommen.

 

Aktueller Test von Sicherheitsprodukten: Gegenargumente von Stiftung Warentest lassen viele Fragen offen

Von Raimund Genes, Chief Technology Officer bei Trend Micro

 

Als Antwort auf den Offenen Brief von acht IT-Sicherheitsherstellern sowie AV-Test hat Stiftung Warentest nun auf test.de eine Entgegnung veröffentlicht. Statt wie in dem von Trend Micro initiierten Schreiben angeregt, vermeidet Stiftung Warentest – zumindest im Augenblick – eine offene und direkte Diskussion mit allen Sicherheitsherstellern und -Experten und reagiert nicht nur auf unsere Kritikpunkte, sondern auch auf zahlreiche kritische Kommentare der Leser.

Dennoch bleiben trotz der ausführlichen Entgegnung, die wir prinzipiell begrüßen, zahlreiche Fragen offen:

  1. Es liegt immer noch keine hinreichende Begründung vor, warum die Stichprobengröße von 1.800 verwendeten Beispielen von Schadsoftware repräsentativ sein soll.
  2. Stiftung Warentest spricht in diesem Zusammenhang von relevanter Schadsoftware. Allerdings wird nicht klar, welche Kriterien diese Relevanz begründen.
  3. Stiftung Warentest hat den Herstellern gegenüber, deren Produkte getestet wurden, keine Informationen geliefert, welche Schadsoftware genau dem Test zugrunde gelegt wurde. Ferner wurde den Herstellern kein Testprotokoll zugesandt.
  4. Zwar ist es richtig, dass den Herstellern eine Beschreibung zum geplanten Testverfahren im Vorfeld zugestellt wurde. Allerdings besteht in dem zwölfseitigen Dokument der Abschnitt zum Thema „Antimalware“ gerade mal aus zwei Unterpunkten mit insgesamt fünf Sätzen, die rund 100 Wörter enthalten. Dies kann aus unserer Sicht nicht als Beleg für die von Stiftung Warentest immer wieder betonte Transparenz gegenüber den Herstellern gewertet werden. Außerdem deckt sich das verwendete Vokabular nicht exakt mit den allgemein unter Sicherheitsexperten anerkannten Begrifflichkeiten. Ob dies auf mangelnde Genauigkeit oder Wissenslücken zurückzuführen ist, muss hier dahingestellt bleiben. Wir zitieren im Übrigen diese Begrifflichkeiten nur deshalb nicht, weil das Schreiben der Vertraulichkeit unterliegt.
  5. In der Gegendarstellung von Stiftung Warentest heißt es: „Insgesamt 1.800 aktuelle Schädlinge mussten die Antivirenprogramme im Test finden und löschen.“ Auf ZDNet finden sich hingegen Aussagen eines Vertreters von Stiftung Warentest, in denen davon die Rede ist, dass die meisten Schädlinge zwei bis drei Monate, teilweise sogar bis zu sechs Monate alt seien. Je älter aber Schädlinge sind, desto geringer ist die Infektionsgefahr und desto weniger aussagekräftig sind darauf bezogene Erkennungsraten.
  6. Es wird außerdem nicht klar, wie die Gewichtung der verschiedenen Testkategorien zustande kommt. Wenn also Trend Micro in zwei Kategorien die Note „Gut“ und nur in der Kategorie Signatur-basierendes Scannen im Offline-Modus ein „Ausreichend“ erhält, stellt sich die Frage, wie es dann zu einer Gesamtnote „Ausreichend“ kommt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Test im Online-Modus dann eher als Feigenblatt dient, weil dessen Ergebnis die Gesamtwertung gar nicht beeinflussen kann.
  7. Das mehr angedeutete als beschriebene Testverfahren legt zudem den Schluss nahe, dass Hersteller mit Schutzmechanismen in der Cloud systematisch benachteiligt werden. Denn hier werden die Pattern-Dateien zu einem bestimmten Zeitpunkt eingefroren und dann in diesem Zustand dem Test zugrunde gelegt, während die Signaturaktualisierungen in der Cloud unberücksichtigt bleiben. Diese Aktualisierungen sind aber entscheidend, wenn es darum geht, Schädlinge schon auf dem Infektionsweg, nämlich dem Internet, zu entdecken und abzuwehren.
  8. Die unterproportionale Berücksichtigung des Internet als Infektionsweg wird unter anderem damit begründet, dass man nicht unterstellen könne, die Anwender seien primär oder fast ununterbrochen online. Doch auch wenn man – sicherlich nicht zu Unrecht – davon ausgeht, dass die Anwender sowohl online als auch offline ihre Rechner nutzen, wird das Signatur-basierende Scannen überbewertet. Ein Beispiel mag dies verdeutlichen: Ein Anwender geht selten online, die letzte Aktualisierung der Signaturdatei fand vor zwei Wochen statt. Um E-Mails abzurufen, geht der Anwender nun online. Eine der empfangenen E-Mails enthält einen Link, der zu einer verseuchten Website führt, und lädt von dort ohne sein Wissen einen Schädling herunter, der sofort installiert wird. Auch wenn ein Sicherheitsprodukt bei bestehender Internetverbindung unverzüglich die Aktualisierung startet, was meistens nur bei den kostenpflichtigen der Fall ist, dauert es eine Weile, bis der aktualisierte Schutz aktiviert wird. Die Infektionsgefahr ist deshalb bei Produkten ohne Cloud-Mechanismen in diesem Fall sehr hoch. Ein Produkt hingegen, das auf aktuelle Cloud-Datenbanken setzt, erkennt auch ohne lokale Aktualisierung die bösartige E-Mail, so dass entweder diese sofort geblockt oder das Herunterladen des Schädlings verhindert wird. Mit anderen Worten: Das von der Stiftung Warentest ins Feld geführte Offline-Szenario einer Infektion über USB-Stick ist nicht das einzige, das es zu berücksichtigen gilt, und reicht deshalb als Argument gegen eine stärkere Gewichtung von Cloud-Mechanismen in der Bewertung nicht aus.
  9. Dies führt zu einer weiteren Frage: Hat Stiftung Warentest die verschiedenen Schutzschichten einer modernen Sicherheitslösung im Zusammenspiel getestet oder doch eher isoliert voneinander betrachtet? Nur wenn Ersteres der Fall ist, lassen sich fundierte Aussagen über die Schutzwirkung eines Produktes treffen, auch wenn eine solche Teststellung sehr zeit- und kostenaufwändig ist. Auch hier würden wir uns mehr Informationen wünschen.
  10. Schließlich ist der Verzicht auf die Messung von Fehlalarmen nicht nachvollziehbar. Denn diese sind aus Sicht der Anwender sehr lästig. Umso mehr verwundert die Begründung für den Verzicht, man habe in dieser Hinsicht bei Tests in den vergangenen Jahren kaum Unterschiede zwischen den Sicherheitsprodukten festgestellt. Gegen diese Begründung sprechen zwei Argumente. Zum einen ist es unzulässig, von der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, weil damit implizit unterstellt wird, in diesem Bereich finde keine Weiterentwicklung statt. Zum anderen aber betont Stiftung Warentest, dass man sich im Test vor allem daran orientiert hat, wie typische Anwender Sicherheitsprodukte installieren und nutzen. Will man diesen Grundsatz wirklich ernst nehmen, dann ließe man Fehlalarme bei der Bewertung nicht außer Acht. Denn wie gesagt, diese sind aus Sicht der Anwender sehr lästig.

Die zahlreichen Reaktionen auf test.de und heise.de zeigen aus unserer Sicht, dass die Stiftung Warentest gegenüber ihren Leserinnen und Lesern, aber auch gegenüber den betroffenen Herstellern weiter in der Pflicht steht, Aufklärung zu leisten. Mit den bisher gegebenen Antworten genügt Stiftung Warentest wohl noch nicht den eigenen Ansprüchen in Sachen Transparenz. Daher erneuern wir unsere Bitte aus dem Offenen Brief, doch mit uns in einen direkten Dialog zu treten. Hilfreich für alle Seiten wäre es, wenn uns und den anderen getesteten Herstellern die Prüfprotokolle zugestellt würden.

Malware nutzt öffentlichen Datei-Hosting-Dienst für gestohlene Daten

Originalartikel von Roland Dela Paz, Threat Response Engineer

Kürzlich entdeckte Trend Micro Schadsoftware, die MS Word- und Excel-Dateien von infizierten Systemen holt und diese auf die File Hosting Site sendspace.com hoch lädt. Diese Site bietet Nutzern einen Datei-Hosting-Dienst für das „Senden, Erhalten, Verfolgen und die gemeinsame Nutzung von großen Dateien“. Bereits Ende letzten Jahres hatten Hacker Sendspace dazu mißbraucht, um gestohlene Daten dort zusammen zu tragen und hoch zu laden.

Bei dem aktuellen Vorfall jedoch ist es das erste Mal, dass Malware für das Hochladen der gestohlenen Daten eingesetzt wurde. Der Angriff startet mit einer über den Trojaner TROJ_DOFOIL.GE infizierten Datei, Fedex_Invoice.exe. Der Dateiname lässt darauf schließen, dass es sich um eine Spam-Kampagne handelt, die als FedEx-Benachrichtigung getarnte Messages einsetzt. Die Sicherheitsforscher von Trend Micro suchen derzeit nach einem Muster einer solchen Spam-Nachricht. Der Trojaner lädt einen weiteren (TSPY_SPCESEND.A) so genannten “Grab and Go” Trojaner herunter, der das lokale Laufwerk des infizierten Computers nach Word- und Excel-Dateien absucht. Die auf diese Art gesammelten Dokumente werden archiviert und mit einem zufallsgenerierten Kennwort geschützt. Nachfolgend ein Beispiel eines solchen Archivs:

Danach schickt der Schädling das Archiv an Sendspace.com.



Der Schädling schickt dann den Sendspace Download-Link mit dem generierten Kennwort an den C & C-Server.

Es handelt sich um einen schlauen Schachzug der Kriminellen, die auf diese Weise keinen Server aufsetzen müssen, um große Mengen gestohlener Daten zu speichern.

Trend Micros Solutions Evangelist Ivan Macalintal sieht in dieser Technik einen neuen Trend: “Bislang haben wir Dropsites für gestohlene Daten vor allem in Domänen gefunden, die den Kriminellen selbst gehörten. Jetzt aber, nutzen sie legale ‚Clouds‘ dafür, wo sie die Daten ablegen und wieder holen können“, stellt er fest.

Trend Micros Smart Protection Network schützt die Anwender vor dieser Gefahr, denn die Reputationsdienste erkennen und blockieren die bösartigen Dateien und die URL des C & C-Servers.

 

APT-Forschung 2011, die weniger öffentlich bekannt ist

Originalartikel von Nart Villeneuve, Senior Threat Researcher

Im Laufe des Jahres 2011 wurde über viele Angriffe berichtet, so etwa über den auf RSA, wobei Daten zu RSA’s Secure ID gestohlen und für weitere Attacken genutzt wurden. Des Weiteren gab es Berichte zur Operation ShadyRAT, welche die Langlebigkeit von Command & Control-Infrastrukturen demonstrierte, oder zu Nitro und Night Dragon, die zeigten, dass Angreifer sich auf bestimmte Industriezweige konzentrieren.
Auch über Trend Micros Erforschung der Lurid-Angriffe wurde viel geschrieben. Diese Attacken führten vor, dass Angreifer an Zielen außerhalb der USA interessiert sind und vor allem, dass es keine Einzelangriffe mehr sind, sondern „Kampagnen“.
Daneben jedoch sind noch viele APT-Gefahren erforscht worden, über die nicht öffentlich geschrieben wurde. Hier sind die Top-Themen:

  • Die “Contagio Dump”- und “Targeted Email Attacks”-Blogs – Mila Parkour und Lotta Danielsson-Murphy haben viele Informationen zu der Forschung in diesem Bereich veröffentlicht. Während bösartige Binaries häufig für eine Analyse zur Verfügung stehen, ist der Inhalt der mit Social Engineering-Techniken infizierten E-Mails meist schwer nachvollziehbar. Diese Blogs liefern einzigartige Einsichten in diese Art von gezielten Angriffen.
  • Der CyberESI-Blog – Hier gibt es detaillierte Analysen einiger der erfolgreichsten Malware-Familien.
  • “Intelligence-Driven Computer Network Defense Informed by Analysis of Adversary Campaigns and Intrusion Kiill Chains” – Hutchins, Cloppert, und Amin erklären hier – allerdings sehr akademisch – wie die Phasen eines Angriffs nachvollzogen werden können und wie mehrfache Vorfälle in eine Kampagne einzuordnen sind. Für jeden, der APT-Angriffe erforschen will, eine Pflichtlektüre.
  • „1.php“ – ist ein Bericht von Zscaler über eine bestimmte Kampagne. Die Autoren analysieren die C & C-Infrastruktur und präsentieren die Ergebnisse als Grundlage für Verteidigungsmaßnahmen.
  • Sykipot – AlienLabs dokumentiert die Trends, die sich aus der Kampagne ableiten lassen, beschreibt aber auch die Exploits, die Schädlinge und die von den Angreifern genutzte C & C-Infrastruktur. Interessant an diesem Bericht sind auch die Spekulationen über einen Cyberkrieg Chinas gegen die USA – oder anders rum?
  • “What is an APT without a sensationalist name?” – Seth Hardys Präsentation auf der SecTor 2011 lieferte einen längst überfälligen kritischen Blick auf den Hype rund um APT, aber auch eine detaillierte technische Analyse des Schädlings “SharkyRAT”.
  • “Moli Hua” – Greg Walton dokumentierte einen Angriff auf Journalisten, be idem Facebook und ein MHTML-Exploit für Gmail genutzt wurden, über den die Angreifer ihre eigenen E-Mail-Adressen als “delegierte Konten“ hinzufügen konnten