Archiv der Kategorie: Sicherheitslücke

Erkennen von neuen Bedrohungen mit Hilfe von Kontextinformationen und Reputation

Originalbeitrag von Marco Balduzzi, Senior Threat Researcher

Cyberkriminelle setzen immer mehr auf Angriffsstrategien mit polymorphen Techniken und Packing. Dagegen jedoch hilft die traditionelle signaturbasierte Erkennung auf dem Client (Endpoint) an sich nicht. Stattdessen bedarf es eines generationsübergreifenden Ansatzes. Backend-Systeme tun sich schwer mit der Analyse moderner Schadsoftware, denn sowohl die statische als auch dynamische Analyse stoßen an ihre Grenzen, wenn es sich um gut getarnten Code handelt oder wenn Anti-Sandboxing-Techniken eingesetzt werden. Außerdem steigt auch die Anzahl der neu entdeckten Bedrohungen, und deshalb sind schnellere Erkennungssysteme gefragt, um Anwender zu schützen. Für diesen Bedarf hat Trend Micro neuerdings ein System entwickelt, dass die Einschränkungen derzeitiger statischer sowie dynamischer Techniken überwindet und in der Lage ist, neue Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen. Es verwendet eine Kombination aus Machine Learning und graphenbasierender Entscheidungen, um Software-Downloads in weniger als einer Sekunde zu klassifizieren.
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Angriff mit ungewöhnlicher Installationsmethode führt zu LokiBot

Originalbeitrag von Martin Co und Gilbert Sison

Im September 2017 hatte Microsoft die Remote Code Execution-Lücke CVE-2017-11882 gepatcht. Doch das hinderte cyberkriminelle Gruppen wie Cobalt nicht daran, diese Sicherheitslücke weiter auszunutzen, um eine Vielfalt an Malware abzulegen, einschließlich FAREIT, Ursnif und eine gehackte Version des Loki Infostealers, ein Keylogger, für den damit geworben wurde, dass er Passwörter und Kryptowährungs-Wallets stehlen kann. Nun stellten die Sicherheitsforscher fest, dass CVE-2017-11882 wieder bei einem Angriff ausgenutzt wurde. Weiterlesen

„Stand der Technik“ — ein vielschichtiges Konzept

Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro

IT-Sicherheitsmaßnahmen die „State of the Art“ sind, zu deutsch „Stand der Technik“, fordert die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) von Unternehmen, wenn es um den künftigen Schutz von persönlichen Daten geht. Der Gesetzgeber definiert diesen Begriff nicht näher, und die Verwirrung bei der Interpretation von „Stand der Technik“ durch die Verantwortlichen im Unternehmen ist groß. Das zeigt auch eine repräsentative Studie von Trend Micro: Gut ein Viertel der Unternehmen in Deutschland verstehen darunter Lösungen von etablierten Marktführern, 16 % vertrauen auf die diesbezügliche Bewertung unabhängiger Testinstitute bzw. 18 % auf Reports von Analysten, jedes fünfte Unternehmen aber setzt auf Startups mit innovativen Technologien. Was meint nun die Verordnung tatsächlich mit dem Begriff “Stand der Technik”?
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Digitale Erpressung: Gefahr auch 2018

Originalbeitrag von David Sancho, Senior Threat Researcher

Digitale Erpressung hat sich zum erfolgreichsten und effizientesten Erwerbsmodell für die Kriminellen entwickelt, auch hinsichtlich des Umfangs der Aktionen. Groß oder klein, jeden trifft es und jeder muss zahlen. Dies liegt vor allem an der Ransomware, der bei Kriminellen derzeit beliebtesten Waffe, um weltweit Bargeld von ihren Opfern – vor allem Unternehmen und Organisationen – zu erpressen. Bei Ransomware-Angriffen infizierten die Akteure geschäftskritische Systeme und störten somit den täglichen Betrieb der Opfer, um so großen Unternehmen ihren Willen aufzuzwingen.
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Malvertising-Kampagne missbraucht Googles DoubleClick für Kryptowährungs-Miner

Originalartikel von Chaoying Liu und Joseph C. Chen

Am 24. Januar beobachteten die Sicherheitsforscher von Trend Micro, dass sich die Zahl der entdeckten Coinhive Web Miner aufgrund einer Malvertising Kampagne verdreifachte. Die Werbeanzeigen auf Sites mit hohem Verkehr nutzten nicht nur Coinhive (von Trend Micro als JS_COINHIVE.GN erkannt), sondern auch einen separaten Web Miner, der in Verbindung stand mit einem privaten Pool. Angreifer missbrauchten Googles DoubleClick, der Internet-Werbedienste entwickelt und zur Verfügung stellt. Die Daten aus dem Trend Micro™ Smart Protection Network™ zeigen, dass zu den von diesen Vorfällen betroffenen Ländern Japan, Frankreich, Taiwan, Italien und Spanien gehören. Trend Micro hat Google über die Entdeckungen informiert.
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