Cryptolocker GOZeuS

Originalbeitrag von Rik Ferguson

Am Freitag, den 30. Mai, trat eine fast beispiellose globale Zusammenarbeit zwischen Ermittlungsbehörden in elf Ländern unter der Führung von Europol und dem FBI sowie unter Beteiligung der Privatwirtschaft in Kraft. Ermittlungsbehörden, Internet-Service-Provider und die IT-Sicherheitsindustrie bekämpfen seither gemeinsam die Bedrohung durch zwei spezielle Schadsoftwarefamilien: Cryptolocker und P2PZeuS (oder GameOverZeuS).

Cryptolocker nutzt starke Verschlüsselung, um die Dateien seiner Opfer so lange unzugänglich zu machen, bis ein Lösegeld (in der Regel ein Bitcoin, dessen Wert zurzeit etwa 600 US-Dollar entspricht) für die Entschlüsselung gezahlt wurde. P2PZeuS stellt eine ausgefeilte Weiterentwicklung von Bankenschadsoftware dar. Sie verfolgt den Zweck, Zugangsdaten zu Finanz- und anderen Informationen zu entwenden, um sie auf Untergrundmärkten weiterzuverkaufen. Eine Beschreibung über die Verbreitung und Wirkung dieser digitalen Schädlinge steht online zum Abruf bereit.

Das Ziel der Polizeiaktion besteht darin, die Kommunikation der infizierten Computer untereinander zu verhindern. Dadurch wird die kriminelle Infrastruktur entscheidend geschwächt. Auch wenn dieser Schlag Wirkung zeigt, ist er nicht von Dauer. Es ist davon auszugehen, dass das kriminelle Netzwerk innerhalb von Wochen, wenn nicht Tagen zu seiner alten Stärke zurückfinden wird.

Die koordinierte Aktion setzt neue Maßstäbe dafür, was in punkto Zusammenarbeit im Namen der Internetsicherheit möglich ist. Diese wahrhaft globale Operation umfasst koordinierte Aktivitäten, um Elemente der Befehls- und Kontrollinfrastruktur zu übernehmen oder zu unterbrechen, die zur Verbreitung dieser schädlichen Malwarefamilien dienen. Wir können dieses Ziel jedoch nicht alleine erreichen. Vielmehr hat jeder einzelne Computernutzer in dieser Sache seine Rolle zu erfüllen.

Ein kostenloses Werkzeug, mit dem sich nach diesen Bedrohungen fahnden lässt und das sie bei Bedarf entfernen kann, steht sowohl für 32-Bit-Systeme als auch für 64-Bit-Systeme zum Herunterladen bereit.

Opfer und potenzielle Opfer – also Sie!müssen diese Gelegenheit wahrnehmen, solange die Kriminellen geschwächt sind. Hier kommt die Liste Ihrer Aufgaben, die sich kurz und schmerzlos erledigen lassen:

  1. Laden Sie das oben erwähnte Reinigungstool herunter und führen Sie es aus, um sicherzustellen, dass Ihr System sauber ist
  2. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Windows-Betriebssystem auf dem neuesten Stand ist und alle Microsoft-Aktualisierungen installiert wurden
  3. Um sich dauerhaft zu schützen, ist es unerlässlich, dass Sie eine effektive und stets aktuelle Sicherheitssoftware nutzen
  4. Informieren Sie andere von dieser Aktion, insbesondere Ihre Familien, Freunde und Bekannten, damit sich alle der Risiken dieser Bedrohungen bewusst sind und die sich jetzt bietende Gelegenheit wahrnehmen

Zusammen genommen sorgen diese Maßnahmen dafür, dass bestehende Infektionen beseitigt werden oder dass Sie der Schadsoftware zuvorkommen und in Zukunft besser geschützt sind.

Trend Micro übernimmt keinerlei Haftung für den Erfolg dieser Maßnahmen. Sollten Sie jedoch Software von Trend Micro einsetzen, kommen die Haftungsbestimmungen unseres Lizenzvertrages zur Anwendung.

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