Die Polizei und das Deep Web: Zusammenarbeit mit Sicherheitsanbietern

Originalbeitrag von Martin Roesler, Director Threat Research

Seit den jüngsten Anschlägen in Deutschland sind die Menschen in Sorge um ihre Sicherheit. Eine der Fragen, die sich alle stellen, ist, wie sich die Angreifer ihre Waffen besorgt haben. Im Fall des Münchner Amoklaufs besorgte sich der Täter seine Waffe (Glock 17-Pitstole) in einem Untergrundmarkt. Der Autor gab in einem Interview mit dem Handelsblatt Auskunft über die Untergrundmärkte.

Es ist nicht verwunderlich, dass der Angreifer sich Online eine Waffe beschaffen konnte, denn es fällt nicht sehr schwer, Deep Web-Sites zu finden und darauf zuzugreifen – wenn der Nutzer nur entschlossen genug herangeht. Natürlich gibt es einige betrügerische Anzeigen, doch mit etwas Geduld lassen sich in diesen Märkten nach Wunsch illegale Waren besorgen.

Die Bedeutung der Strafverfolgung dieser Sites ist offensichtlich. Warum tut dann die Polizei dies nicht? Es liegt nicht am mangelnden Willen oder Versuchen, doch hat die Polizei nicht die Ressourcen, um bei Cyberkriminalität aktiv genug zu werden. Häufig mangelt es an der Inhouse-Erfahrung und den Ressourcen zur entsprechenden Überwachung des Deep Webs – und zwar trotz steigender illegaler Aktivität.

Manche Politiker würden das Deep Web am liebsten ganz verbieten oder zumindest unter strenger Bewachung halten. Doch diese Forderungen sind populistisch und wenig realistisch. Das Deep Web ist nicht grundsätzlich böse. Anonymität hat ihre Berechtigung Online, denn für Dissidenten, die in Diktaturen leben, ist sie sehr nützlich. Das Deep Web ist ein Tool wie viele andere auch – weder gut noch böse.

Die Strafverfolgungsbehörden sind sich der Wichtigkeit des Deep Webs bewusst und arbeiten daran, die Lücken in ihren Fähigkeiten zu schließen. Doch ist der Privatsektor ihnen voraus, sowohl Forscher als auch die Polizei profitieren daher von einer Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.

Trend Micro arbeitet mit den Polizeibehörden rund um die Welt zusammen und unterstützt diese beim Monitoring des Deep Web. Der Anbieter wird auch in Zukunft alles tun, um die Polizei beim Ausbau ihrer Kapazitäten für die Untersuchung von Online-Aktivitäten zu unterstützen. Interessierte find auf der Web Site von Trend Micro eine Fülle an Informationen zum Deep Web.

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