Die zwei Seiten des Sammelns von Daten

von Raimund Genes, Chief Technology Officer

Heutige Technologie entwickelt sich rasant weiter. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es Handys von der Größe eines Backsteins, und Internetverbindungen funktionierten mit weniger als einem Prozent der heutigen Geschwindigkeit. Jetzt trägt jeder mächtige Computer in der Tasche oder als Uhr am Handgelenk. Auch lassen sich ganze Bibliotheken in nur wenigen Sekunden herunterladen. Doch bei allen Vorteilen zahlen die Menschen den Preis für diese Annehmlichkeiten.
Da geht es beispielsweise um die Unternehmen hinter solchen Annehmlichkeiten, die die Technik dazu nutzen, um Daten über ihre Kunden zu sammeln – etwa wie, wann, wo und warum sie einen Dienst in Anspruch nehmen. Tatsächlich geben die Organisationen nur ungern zu, diese Informationen zu sammeln – in den meisten Fällen entdeckt dies jemand, der näher hinschaut, und jedesmal geht dann ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit.

Ist das Sammeln von Daten aber wirklich etwas, worüber man sich empören muss? Jedes Unternehmen tut es. Amazon etwa hält fest, was jemand kauft oder sich ansieht, und gibt jedesmal, wenn sich der Nutzer wieder anmeldet, Empfehlungen ab. Sogar Coffeeshops „merken sich“, was Stammkunden bestellen und empfehlen „das Übliche“, wenn der Kunde den Laden betritt. Tragen die Informationen dazu bei, die Dienstleistung zu verbessern und dienen nicht einem anderen geheimen und wahrscheinlich illegalen Zweck, so kann doch die Datensammlung nicht schaden, oder?

CTO Raimund Genes meint nicht, solange die Bedingungen stimmen. Im folgenden Video stellt er seine Meinung dazu vor:

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