Für eine Handvoll Bitcoins

Originalartikel Michael Tants, Threat Analyst EMEA

Bitcoins scheinen sich steigender Beliebtheit zu erfreuen – leider nicht nur in der Computerindustrie sondern auch im kriminellen Untergrund.

Erst kürzlich konnte Trend Micro eine Reihe von Angriffen aufdecken, bei denen mithilfe eines Schädlings eine Bitcoin Mining-Anwendung auf Opfersysteme installiert wurden. Damit werden diese Systeme nicht nur als Miner missbraucht, die Malware verursacht auch erhebliche Störungen für die Nutzer, weil der Mining-Prozess einen guten Teil der Systemressourcen auffrisst.

Jetzt haben die Sicherheitsforscher weitere Attacken auf Bitcoin-Nutzer entdeckt, die aber andere Methoden verwenden. Maela Angeles, Fraud Analyst bei Trend Micro, berichtet über Phishing Sites, die die Nutzer des bekannten Bitcoin-Handelsplatzes Mt. Gox anpeilen. Angesichts dieser Art von Bedrohung drängt sich der Gedanke auf, dass ein ähnlicher Angriff wahrscheinlich ein Bitcoin-Konto des Handelsplatzes infiziert hatte, mit der Folge, dass der Bitcoin-Preis von 17,50 Dollar auf nur wenige Cents sank. Mt. Gox hat Ende letzten Monats eine Warnung vor dem Ansteigen der Phishing-Angriffe herausgegeben.


Auch berichtete ein Webmaster von einem Erpressungsversuch eines Cyberkriminellen, seine Website über eine Denial-of-Service-Angriff lahmzulegen, falls dieser die geforderten 100 Bitcoins an das angegebene Konto nicht überweisen sollte.

Das Bitcoin-Konzept bietet Kriminellen viele Missbrauchsmöglichkeiten und lassen sich auch sehr gut für die kriminellen Machenschaften einsetzen. Die derzeitigen Angriffe und Bedrohungen sind eindeutig nur ein Anfang!

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