Gefahr für Gottes Sohn durch soziale Netzwerke

Originalartikel von Rik Ferguson (Senior Security Advisor bei Trend Micro)

Die mit einem Augenzwinkern nachgestellte Weihnachtsgeschichte in dem Video “The Digital Story of Nativity (or Christmas 2.0)” lässt unwillkürlich die Frage aufkommen, ob Weihnachten in unserer heutigen digitalen Welt der sozialen Netzwerke zustande gekommen wäre.

Plötzlich sehen die drei Weisen gar nicht mehr so weise aus, und auch wenn Joseph nur ein bescheidener Zimmermann war, so hätte er beim Posten von Online-Informationen ein paar Grundregeln beachten müssen. Die Nutzung von sozialen Medien hätte die Entwicklung einer Weltreligion in ihrem Verlauf behindern können, und Weihnachten hätte es nie gegeben.

Es ist nie eine gute Idee ein ungeschütztes soziales Netzwerkprofil zu nutzen, um Informationen zum eigenen Aufenthaltsort zu veröffentlichen. Vor allem, wenn dadurch bekannt wird, dass man nicht zu Hause ist. „Mit Maria unterwegs zur Volkszählung“ reicht aus, um jeden wissen zu lassen, dass es in Nazareth unbewachte Zimmermannsausrüstung gibt, und dies umso mehr, da sich das Paar bei Foursquare angemeldet und seine Facebook-Profile hier veröffentlicht hat.

Damit gefährdet Joseph nicht nur seine eigene Existenzgrundlage, sondern auch die Sicherheit und die Privatsphäre seiner Familie – wahrscheinlich war er von der Aufregung über das kommende Wunder überwältigt. Als er sein Facebook-Event „Meet the baby“ erzeugt, nutzt er keine der Optionen, um dies privat zu gestalten oder den Zugang dazu einzuschränken. Darüber hinaus scheint sein Facebook-Profil weit offen zu stehen, wenn man bedenkt, wie viele „Likes“ seine Ankündigung der Geburt erhalten hat.

Dennoch hatte Joseph Glück, denn lediglich drei Fremde kamen zur Geburt, und die besaßen auch noch das Feingefühl, Geschenke mitzubringen. Leider gefährdeten sie die Sicherheit und die Intimsphäre der neuen stolzen Familie noch weiter, indem sie auch ihre Reisepläne auf Twitter und Foursquare mitteilten.

Dieses Video behandelt mit Humor ein sehr ernstes Thema: Nutzer sollten nämlich sehr sorgfältig überlegen, wie viele Informationen sie öffentlich preisgeben und außerdem die vorhandenen Vertraulichkeitsoptionen einsetzen. Während der Feiertage ist dies besonders wichtig!

Schließlich war Herodes auch ein schlauer sozialer Netzwerker …

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