Immer häufiger werden persönliche Daten von Kindern gestohlen

Originalartikel von Lynette Owens (Director Corporate Outreach for Internet Safety for Kids and Families Program bei Trend Micro)

Berichten des Identity Theft Resource Centers (ITRC) zufolge nimmt der Diebstahl von Identitätsinformationen von Kindern zu. Man spricht von einem solchen Delikt, wenn die persönlichen Daten eines Kindes von einem Betrüger zu seinem Vorteil verwendet werden – etwa finanzieller Art. Eigentlich kaum zu glauben, wer sollte auf die Idee kommen, von einem Fünfjährigen Geld zu stehlen?

Das ITRC bestätigte seit Juli vergangenen Jahres nahezu 4000 Fälle von Identitätsdiebstahl, wobei fast zehn Prozent davon die Daten von Kindern beinhalten. Zugegeben, in einer Welt, in der millionenfach persönliche Daten gestohlen werden, scheinen zehn Prozent nicht viel zu sein, doch für Eltern stellt dies mehr dar, als sie sich je hätten vorstellen können. In den meisten Fällen wird der Diebstahl von Identitätsinformationen von Kindern durch einen Erwachsenen begangen, der in irgendeiner Beziehung zum Opfer steht: Eltern, Onkel, Tante oder Familienfreund. Doch immer häufiger beobachtet das ITRC Fälle, in denen die Täter den Kindern oder dessen Eltern unbekannt sind.

Es gibt eine Reihe von Regeln, die Erwachsene beachten sollten, damit die persönlichen Daten von Kindern besser geschützt sind:

  1. Nachdenken, bevor Daten im Internet publiziert werden: Kinder müssen dazu angehalten werden, nur die Informationen ins Internet zu stellen, die sie auch Fremden zukommen lassen würden. Auch sollten sie über die Möglichkeit eines Identitätsdiebstahl aufgeklärt werden, um zu wissen, welche Daten für Diebe interessant sein könnten. Außerdem, wie viele von uns Erwachsenen veröffentlichen Informationen über die eigenen Kinder, Neffen, Nichten usw.? Also, zuerst nachdenken, bevor Geburtsdaten oder sonstiges über Kinder per Mail, Facebook etc. publiziert werden.
  2. Die Namen der eigenen Kinder nicht verwenden: Wo immer es möglich ist, sollten Erwachsene online Pseudonyme oder Spitznamen für die Kinder verwenden, etwa beim Aufsetzen einer Mail-Adresse, beim Registrieren für eine kinderfreundliche Website oder für das Profil eines sozialen Netzwerks.
  3. Nutzen von Privacy-Einstellungen: Stellen Sie sicher, dass in sozialen Netzwerken nur Bekannte die Einträge sehen können.
  4. Verwenden von reputationsbasierter, aktueller Sicherheitssoftware: Eine gute, aktualisierte Schutzsoftware kann den Diebstahl von persönlichen Daten verhindern, denn sie lässt die Installation entsprechender bösartiger Programme nicht zu. Die Sicherheitssoftware sollte auf jedem Gerät laufen, das persönliche Daten enthält.
  5. Schreddern und sperren: Das ITRC empfiehlt, alle Dokumente, die persönliche Daten (auch zu den eigenen Kindern) enthalten, zu schreddern und die Mailbox wenn möglich zu sperren.

Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

Anlässlich des Safer Internet Day 2010 startet Trend Micro den Wettbewerb „Kunst gegen Cybercrime“.

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