Neue EU-Cyber-Eingreiftruppe führt die Macht von strategischen Allianzen vor Augen

Originalbeitrag von Bharat Mistry

Mehrere EU-Mitgliedsstaaten haben beschlossen, eine neue Cyber-Response-Eingreiftruppe aufzustellen, um künftig der Bedrohung durch Online-Angriffe besser entgegentreten zu können. Dies ist ein weiterer vielversprechender Schritt hin zu einem gemeinsamen Ansatz bezüglich Cyber-Sicherheit auf transnationaler Ebene. Dabei sollte auch die Bedeutung öffentlich-privater Partnerschaften nicht vergessen werden. Sie dienen dazu sicherzustellen, dass diese Regierungen die besten verfügbaren Ressourcen und Informationen von führenden privaten Cyber-Sicherheitsunternehmen nutzen.

Die Sorge geht um, dass Cyber-Angreifer bei Attacken die Oberhand gewinnen, wenn sie ohne Hürden durch nationale Grenzen nicht nur Dateneinbrüche, sondern auch zerstörerische Angriffe auf SCADA-Systeme und die IoT-Infrastruktur starten können.

Nun hat Litauen auf der Tagung des EU-Außenministerrats in Luxemburg eine Absichtserklärung zur Bildung der neuen Eingreiftruppe vorgelegt. Vorgeschlagen wird darin, dass jeder Mitgliedstaat über eine spezialisierte Einheit verfügt, die im Notfall mit den anderen teilnehmenden Ländern gemeinsam aktuelle Bedrohungen untersuchen und ausschalten kann. Die einzelnen Spezialisten werden von den Sicherheitsdiensten der Länder und anderer Institutionen ausgewählt.

Die Initiative nimmt rapide Fahrt auf: Kroatien, Estland, Frankreich, Finnland, die Niederlande, Rumänien und Spanien beteiligen sich bereits an dem Projekt und weitere Länder wollen die Entwicklung noch beobachten.

Dieser Schritt erfolgte im Nachgang der vor einigen Wochen angekündigten Pläne, die Rolle der Enisa (European Network and Information Security Agency) zu stärken und ihr ein ständiges Mandat als Cyber-Sicherheitsagentur der EU zu erteilen. Auch will die Agentur noch in diesem Jahr ihr erstes 24/7 Incident Response Center in Brüssel eröffnen.

Weitgreifende Vorteile

Trend Micro unterstützt diese Initiativen zur Verbesserung der Kooperations- und Reaktionsfähigkeit in der gesamten Region. Umgekehrt aber eröffnen sich auch große Chancen für alle EU-geführten Initiativen, wenn sie die Expertise der privaten Unternehmen nutzen.

Mit über 1.200 weltweit tätigen TrendLabs-Bedrohungsforschern und einem globalen Smart Protection Network, das täglich mehr als 100 TB an Daten analysiert, um über 250 Millionen Bedrohungen zu blockieren, stellt Trend Micro eine große Hilfe im Kampf gegen die Cyber-Kriminalität zur Verfügung. Im Laufe der Jahre gab es bereits zahlreiche Initiativen und Partnerschaften mit Europol und Interpol.

Regierungen muss klar werden, dass Cyber-Angreifer immer im Vorteil ist, denn sie schlagen  zuerst zu und meist von einem anonymen Ort aus. Sie sind agil, immer besser ausgestattet, entschlossen und müssen nur einmal erfolgreich sein, um die Verteidigungslinien ihrer Opfer zu durchdringen. Die einzige Möglichkeit, eine solche Bedrohung zu bekämpfen, besteht darin, die Kräfte zu bündeln, Informationen und bewährte Verfahren auszutauschen und sicherzustellen, dass es keinen Platz für sie gibt, sich zu verstecken.

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