Polizei in Kyoto verhaftet Verdächtige bzgl. des One-Click Billing-Betrugs

Originalartikel von Uchida Daisuke, Marketing Specialist

Gestern hat die für Cyberkriminalität zuständige Abteilung der Polizei in Kyoto laut eigenen Angaben sechs Personen festgenommen, die der Erstellung und Verwendung von One-Click-Betrugsprogammen verdächtigt werden. Den ersten Berichten zufolge sollen sie damit etwa 12 Millionen japanische Yen (148.000 Dollar) erbeutet haben.

Mit dem One-Click Billing-Betrugsschema werden Opfer dazu verleitet, sich bei bestimmten Diensten zu registrieren und dafür zu zahlen, nachdem sie auf eine gewisse Website geleitet wurden.
Der polizeilichen Ankündigung nach setzten die Verdächtigen bösartige Programme ein, die sie unter Nutzern verbreiteten. Besuchten die Opfer bestimmte Websites, einschließlich solcher mit Pornoinhalten, und wollten über den „Play“-Button ein Video abspielen, so wurde stattdessen eine Datei ausgeführt. Es gibt 118 bestätigte Sites, die für One-Click Billing-Betrug genutzt werden. Weitere Einzelheiten hat die Polizei nicht genannt, doch Trend Micro arbeitet mit der Abteilung in Kyoto zusammen, um das bei diesem Angriff genutzte Programm zu analysieren.

Eine Suchanfrage bei Google ergab eine Trefferquote von einer Million Seiten, auf denen über diesen Schädling gesprochen wird. Ein Grund für die aktuelle Beliebtheit dieses Betrugsschemas liegt darin begründet, dass Dateien in One-Click-Ware einfach zu modifizieren sind, um so von Sicherheitsprogrammen nicht entdeckt zu werden. Herkömmliche Sicherheitssoftware, die sich auf Pattern-Technologie verlässt, hat es schwer, in diesem Spiel zu punkten. Cyberkriminelle müssen lediglich ein paar Zeilen im Code ändern und schon können diese AV-Lösungen die Programme nicht mehr erkennen.

Neue Techniken wie Reputationsdienste aus der Cloud beispielsweise in Trend Micros Smart Protection Network sind hier sehr hilfreich.

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