Sicherheit beim sozialen Networking

Originalartikel von Rik Ferguson (Senior Security Advisor bei Trend Micro)

Quelle: Philo Nordlund’s Flickr stream

Weil viele Leser dieses Blogs auch regelmäßig Facebook und Twitter nutzen, hier ein paar Tipps dazu, was für die Sicherheit beim social Networking wichtig ist:

  • Machen Sie sich vertraut sowohl mit den Privacy-Einstellungen als auch mit der Sicherheits-Policy jedes sozialen Netzwerks, dass Sie nutzen. Wenn Sie Zweifel an der Sicherheit haben, lassen Sie die Site lieber außen vor.
  • Beim Erstellen des eigenen Profils sollten Sie bei jeder einzelnen Information, die Sie veröffentlichen, gut überlegen, ob das Detail wirklich relevant für die Site ist. Geben Sie beispielsweise keine Telefonnummer an, und füllen Sie kein Formular aus, nur weil es vorhanden ist!
  • Wenn Sie Inhalte, Chats, Mail oder Kommentare zu den Einträgen oder Profilen anderer ansehen oder teilen, sollten Sie die Kommunikation nie für persönlich oder privat halten. Auch wenn Sie alle verfügbaren Privacy-Einstellungen nutzen, können Sie nie davon ausgehen, dass Ihre Inhalte nicht ohne Ihr Wissen kopiert, herunter geladen oder sonst auf eine Weise benutzt werden.
  • Die meisten Sites bieten eine Möglichkeit des Resets eines Kennwort, falls Sie dieses vergessen. Doch stellt dies auch eine der üblichsten Arten des Einbruchs in ein Konto dar. Sollten Sie dazu aufgefordert werden, auf „Sicherheitsfragen“ zu antworten, überlegen Sie, ob die Antworten auch wirklich sicher sind. Sicher heißt, dass Sie die einzige Person sind, die diese Frage beantworten kann! Gibt es die Möglichkeit, eigene Fragen aufzusetzen, so nutzen Sie diese! Werden Sie jedoch dazu gezwungen, Standardfragen wie „erste Schule“ oder „erstes Haustier“ zu beantworten, so denken Sie daran, Sie müssen keine wahrheitsgemäß Angaben machen.
  • Verwenden Sie nicht ein und dasselbe Kennwort für mehrere unterschiedliche Sites. Falls die eine infiziert wird, müssen Sie sich um die anderen keine Sorgen machen. Setzen Sie komplexe Kennwörter auf, die Groß- und Kleinbuchstaben enthalten, Zahlen und Sonderzeichen. Finden Sie einen Weg, um die Kennwörter für die verschiedenen Sites zu unterscheiden, etwa indem der erste und letzte Buchstabe der Website am Anfang beziehungsweise Ende des Passwortes enthalten ist
  • Erhalten Sie eine „Friend“-Anfrage von jemand, den Sie nicht kennen, so kontaktieren Sie die Person direkt, bevor Sie sie zu ihren Vertrauten hinzufügen. Fragen Sie nach, woher die Person Sie kennt. Damit schützen Sie nicht nur Ihre eigene Vertraulichkeit sondern auch die Ihrer Freunde.
  • Es mag sinnvoll sein, die Freunde in Gruppen zu unterteilen, um bestimmte Inhalte nur mit bestimmten Leuten zu teilen.
  • Versuchen Sie, die Zahl der installierten Apps und Dienste von Drittanbietern, die Zugriff auf Ihr Konto haben, möglichst gering zu halten. Sie sollten auch wissen, wie man diese Apps entfernt oder sperrt, wenn Sie sie nicht mehr benutzen wollen. Denken Sie daran, dass auch auf Twitter jeder von Ihnen autorisierte Service seine Berechtigungen behält, es sei denn, Sie ändern diese per Hand.
  • Klicken Sie keine Links in Nachrichten oder Einträgen an, auch wenn die Links von Freunden kommen. Prüfen Sie erst, ob die Person die Links auch wirklich an Sie schicken wollte. Damit verhindern Sie nicht nur, Opfer eines Phishing- oder Scam-Angriffs zu werden, sondern könnten auch einem Freund einen Gefallen tun, indem Sie ihn darüber informieren, dass sein Konto kompromittiert ist und von dort Links verschickt werden.

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