Sicherheit für das Internet of Everything

Originalartikel von Raimund Genes, Chief Technology Officer

Immer, wenn es um das Internet of Everything geht, ohne Zweifel der neue Megatrend der Technologie, stellt sich auch die Frage, wie sicher es ist.

Stellt ein Unternehmen ein „smartes“ Gerät her, so muss es nicht nur die Hardware erzeugen, sondern auch die Software dafür schreiben. Das ist nicht einfach, vor allem für komplizierte Geräte, wie es etwa ein modernes Auto ist. Man denke an alle Fähigkeiten, die darin vorhanden sind: Abstands- bzw. Einparkhilfen, Spurassistenten und auch die Benachrichtigung der Pannenhilfe, falls nötig. Auch gibt es die Möglichkeit, verschiedene Daten über das Fahrerverhalten zu kombinieren und sie mit denen anderer Fahrer desselben Automodells zu vergleichen.

Ein modernes Auto benötigt mehr als 100 Millionen Codezeilen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie eine Bürosoftware, etwa Microsoft Office (45 Millionen) benötigt, oder sieben Mal so viel wie die für eine Boeing 787 Dreamliner (14 Millionen) erforderlichen Zeilen. Aber mehr Code bedeutet nicht nur mehr Fähigkeiten, sondern auch mehr Gelegenheiten für Sicherheitsfehler und -lücken.

Den Umgang mit Softwareschwachstellen hat die Industrie leidvoll gelernt, und die Anbieter schicken ihre Updates regelmäßig an die Kunden – Smarte Geräte sollten nicht anders behandelt werden. Autos erhalten ebenfalls regelmäßige Updates, und das ist bei den üblichen Fahrgeschwindigkeiten auch wichtig.

Es ist bereits bekannt, dass verwundbare Geräte von Cyberkriminellen angegriffen werden. Beispielsweise gilt das für Router, die relativ einfach zu infizieren sind. Anbieter von smarten Geräten müssen sich dessen bewusst sein, dass ihre Produkte auch zum Angriffsziel werden können.

Natürlich geben Sicherheitsanbieter wie Trend Micro ihr Bestes, um die Anwender zu schützen, doch wäre es für alle Seiten einfacher, wenn smarte Geräte schon an sich so sicher wie möglich sind. Das bedeutet nicht nur, dass die Produkte gemäß stabiler Sicherheitsregeln entwickelt werden müssen, sondern auch, dass sie darauf getestet sind, ob sie gegen die neuen Bedrohungen immun sind.

Weitere Gedanken zum Thema Internet of Everything liefert das Video

 

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