Trend Micro zu den neuen Richtlinien für die Domänenregistrierung in China

Originalartikel von Trend Micro

Kürzlich kündigte das China Internet Network Information Center (CNNIC)  an, dass diejenigen, die eine .CN-Domäne beantragen wollen, jetzt zusätzlich zu dem Online-Antrag ihre Dokumente auch in Papierform einreichen müssen, um die Legitimität ihrer Anfrage zu beweisen. Besagte Dokumente (Originalantragsformular mit Unternehmensstempel, Fotokopien der Firmenlizenz und Registrierungsnummer) müssen innerhalb von fünf Tage nach dem Online-Antrag beigebracht werden. Des weiteren müssen die Dokumente bestimmten Anforderungen entsprechen, bevor sie bewilligt werden. Sollte ein Antragsteller sich weigern, die nötigen Dokumente einzureichen oder sollte er den Anforderungen nicht entsprechen, so wird die beantragte Domäne entfernt. Diese neue Richtlinie soll dazu dienen, den Registrierungsprozess für Domänennamen auf den Weg zu bringen und auch die Genauigkeit der Informationen bezüglich der Domänen zu verbessern.

Trend Micro begrüßt diese Richtlinie des CNNIC, denn sie geht in die richtige Richtung bei der Überprüfung von CN-Domänen. Zu China gehörige Domänen waren in der Vergangenheit berüchtigt wegen in Umlauf gebrachter bösartiger Dateien und auch als Site-Hoster für Exploits. Dennoch zeigt unsere Erfahrung bei der Überwachung von heutigen Bedrohungen, dass die fünftägige Frist Cyberkriminellen immer noch genügend Zeit lässt, um ihre Machenschaften weiter zu betreiben.

Bösartige URLs können eine hohe Anzahl von Nutzern infizieren, indem sie innerhalb weniger Minuten auf kompromittierte Sites geleitet werden. Somit profitieren die Kriminellen von URLs, auch wenn diese nur wenige Stunden offen sind. Umso mehr sind 120 Stunden viel zu lang, um die Verbrechen zu verhindern. Die neue Policy ist sicherlich ein guter Anfang, wenn auch nicht genug, um heutige Gefahren zu bekämpfen.

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