Und was ist mit den Mitarbeitern? Consumerization als Eisbrecher einsetzen!

Originalartikel von Jamie Haggett (Global Solutions Manager, Trend Micro)

Ich habe in letzter Zeit an vielen Veranstaltungen, Foren, Kundengesprächen und Podiumsdiskussionen zur Consumerization und deren zukünftigem Einfluss auf Unternehmen teilgenommen. Dabei werden immer wieder Fragen gestellt wie „Wie können wir diese Geräte verwalten?“ oder „Wie können wir unsere Daten auf diesen Geräten schützen?“ Die Frage, die ich vermisse, ist „Wie können wir unsere Mitarbeiter schützen?“

Mir scheint, Unternehmen reagieren lediglich darauf, dass Verbraucher diese Geräte in die Unternehmen bringen, statt sich wirklich darauf einzulassen, wie sie behaupten. Um sich wirklich voll auf die Consumerization einzulassen, müssen Unternehmen einen Schutz bereitstellen, der nicht einseitig ist. Bei der Einführung der Consumerization ist ganz entscheidend, dass die Mitarbeiter akzeptieren, dass das Unternehmen zu einem gewissen Maß die Kontrolle über ihre Geräte übernimmt. Sie müssen das Gefühl haben, dass der Schutz in beide Richtungen funktioniert.

„Wie kann ich sicherstellen, dass mein Arbeitgeber nicht auf meine Fotos zugreifen kann?“ „Wie kann ich sicherstellen, dass mein Chef private E-Mails auf meinem Gerät nicht liest oder durchsucht?“ „Wie kann das angehen, dass mein Arbeitgeber alles auf meinem privaten Gerät löschen kann, inkl. meiner privaten Anwendungen und Fotos?“ Diese und ähnliche Fragen werden von Mitarbeitern häufig bei Ideen-Workshops zur Consumerization gestellt.

Der erfolgreichste und empfehlenswerteste Sicherheitsansatz besteht seit jeher darin, den gesamten Mitarbeiterstamm einzubeziehen. Ideen-Workshops zur Consumerization sind ein ideales Mittel, um das Eis zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern zu brechen und sie in den Planungsprozess einzubeziehen. Gleichzeitig kann das Schulungspersonal über die Bedeutung der Sicherheit informieren. Das gibt Mitarbeitern nicht nur das Gefühl, dass sie eine wichtige Rolle spielen, sondern erleichtert auch die Einführung von Sicherheitsrichtlinien und -technologien, mit denen diese Geräte verwaltet und geschützt werden.

Beziehen Sie also die Anwender in Ihrem Unternehmen mit ein. Sie werden überrascht sein, wie gut das ankommt. Wenn Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, dass sie Bestandteil des Prozesses sind, entsteht eine Loyalität von unschätzbarem Wert. Das Wissen, wie Ihr Unternehmen diese Geräte genau nutzt, kann sehr aufschlussreich sein. Der Faktor Mensch ist das schwächste Glied in jedem Sicherheitsprogramm. Und genau an diesem Punkt müssen Sie ansetzen.

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