Virtualisierung soll BYOD-Sorgen vertreiben

Originalartikel auf “Simply Security” von Trend Micro

Unternehmen, die das Konzept Bring-your-own Device (BYOD) in die Wirklichkeit umsetzen wollen, müssen sich unweigerlich mit Mobile Device Management, Kostenfragen, Funktionalität und Sicherheit auseinandersetzen. Ein neuer Report von Zenprise analysiert diesbezügliche Strategien.

Als Hauptvorteil des Konzepts wird die Tatsache genannt, dass Manager statt eine Menge Geräte anzuschaffen, Ressourcen sparen können und dennoch die Produktivität erhalten, welche Mobilität bietet. Gerade kleine Unternehmen können davon profitieren, denn es wäre für diese Firmen viel zu kostenspielig, jeden Mitarbeiter mit einem neuen Smartphone oder Tablet auszustatten. BYOD hat das Potenzial für Kostenersparnis, ist aber mitnichten kostenlos zu haben, denn IT-Teams müssen häufig robuste neue Lösungen kaufen, um die Netzwerke und Daten des Unternehmens abzusichern.

“Unsere Analyse hat gezeigt, dass Unternehmen, deren Mitarbeiter persönliche Mobilgeräte für ihre Arbeit nutzen, in erster Linie um ihre Sicherheit und einen möglichen Produktivitätsabfall fürchten“, erläutert Ahmed Datoo von Zenprise. Die Analysten gehen aber davon aus, dass sich das mobile Datenmanagement weiterentwickelt und damit dann diese Sorgen überflüssig werden.

Um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter ihre Geräte während der Arbeit auch produktiv nutzen, haben IT-Manager die zur Verfügung stehenden Anwendungen und Browser strengen Regeln unterworfen. Die Schwarzen Listen für bestimmte mobile Apps sind etwa doppelt so beliebt wie die Weißen Listen, so Zenprise. Facebook, Dropbox und das Spiel Angry Bird fanden sich auf den meisten Blacklists, während Citrix, Adobe und Xora die Hauptbestände in den Apps-Bibliotheken stellten.

Zenprise fand auch heraus, dass die Verbreitung von iOS-, Android- und Windows-Geräten im Rahmen von BYOD-Programmen sich leicht von den Zahlen der generellen Verkäufe unterschieden.

Laut comScore war Google im Dezember auf dem US-Markt mit 47,3 Prozent Smartphone-Abonnenten Marktführer, gefolgt von Apple (30 Prozent), RIM (16 Prozent) und Microsoft (5 Prozent). Zenprise stellte fest, dass iOS-Geräte bei BYOD mit 57 Prozent die Nase vorn hat, Android liegt mit 33 Prozent an zweiter und Windows mit zehn Prozent an dritter Stelle.

Die Analysten untersuchten auch die von den Unternehmen eingesetzten Datensicherheits- und Zugangskontrollrichtlinien und Mechanismen. Auch wenn immer mehr Unternehmen mit der Einführung von Cloud-basierten Mobile Device Management-Lösungen vielleicht zu viel des Guten tun, so muss dennoch die große Mehrheit der Organisationen an den Grundlagen arbeiten, so der Report. Lediglich 29 Prozent der BYOD-Pläne enthielten einen verpflichtenden Kennwortschutz für alle Geräte und nur ein Drittel hatten Richtlinien für VPNs vorgesehen.

Viele Sicherheitsforscher haben in letzter Zeit auf das Sicherheitspotenzial von Virtualisierung hingewiesen. Laut Rick Robinson von InfoBoom denkt die US-Regierung über eine Technologie „ähnlich der Desktop-Virtualisierung“ für das Management von mobilen Geräten nach. Dabei geht es im Wesentlichen um Datensicherheit, die dadurch erreicht wird, dass die Smartphone-Schnittstellen in zwei getrennte Systeme aufgeteilt werden – eines für die Arbeit und eines für den privaten Gebrauch. „Das Programm wird Android-Smartphones mit zwei unabhängigen Betriebssystemen liefern. Das eine, für den persönlichen Gebrauch, wird vom Nutzer verwaltet, das andere wird von der Behörde gemanagt“, erläutert Robinson.

Der Unterschied zur traditionellen Desktop-Virtualisierung wird darin bestehen, dass die beiden Systeme nicht miteinander kommunizieren können. Dadurch könnte die für den Nutzer zugängliche Funktionalität zwar eingeschränkt werden, so Robinson, doch IT-Manager können zumindest nachts gut schlafen. Geht ein Smartphone verloren, wird gestohlen oder gehackt, können die Administratoren die Daten aus dem Behörden-kontrollierten System „säubern“, ohne die persönlichen Daten und Anwendungen zu löschen oder zu beeinträchtigen.

Trotzdem gibt es noch genügend Gründe, um Desktop-Virtualisierung auch in Mobile Device Management-Plänen für wichtig zu erachten. Eine Umfrage von Virtual Computer hat ergeben, dass zwar Desktop-Virtualisierung aus Sicherheits- und Mobilitätsgründen für viele von Interesse ist, doch 58 Prozent sehen hohe Infrastrukturkosten als Hürde und 57 Prozent machen sich um die Performance Sorgen.

Ein Gedanke zu „Virtualisierung soll BYOD-Sorgen vertreiben

  1. virtualisierung

    Zur Zeit arbeite ich für Dell und denke, dass Ihr Artikel über Virtualisierung ist sehr beeindruckend. Ich denke, Virtualization-Technologie ist eine Software-Technologie, die eine physikalische Ressource nutzt z. B. ein Server und teilt es sich in virtuelle Ressourcen als virtuelle Maschinen (VM). Virtualisierung ermöglicht Benutzer ihre physische Ressourcen zu konsolidieren und vereinfacht die Implementierung und Verwaltung, und verringern Energie-und Kühlbedarf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*