„IT-Infrastruktur ist viel mehr als ein Unterbau“

Interview mit Rudolf Didszuhn, Senior Executive Global System Integrators and Advisors

 

 

 

 

 

 

 

IT als sichere Plattform für innovative Geschäftsprozesse ist das Gebot der Stunde. Das kann nur gelingen, wenn die verschiedenen Abteilungen ihre Kompetenzen bündeln und Silo-übergreifend denken. Rudolf Didszuhn verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung im IT-Sektor, insbesondere im Aufbau internationaler Allianzen. Der ausgewiesene Experte für die Themen Cloud- und Applikationsstrategien, IT-Infrastruktur und Betriebskonzepte erklärt im Interview, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Sicherheit mit IT-Infrastruktur und Geschäftsabläufen funktionieren kann.

  1. In Ihrem Webcast auf der IT Infrastructure & Operations 2020 sprachen Sie über „Wandel zu smarter Infrastruktur – Das Gold liegt im Prozess“. Was meinen Sie damit?

IT-Infrastruktur ist heutzutage meist mehr als nur die Basis der Wertschöpfung eines Unternehmens. Unterstützung allein reicht nicht mehr aus, sie muss die Wertschöpfung ermöglichen, damit eine Organisation eben das „Gold“ aus den Geschäftsprozessen schürfen kann. Dafür aber bedarf es einer modernen und innovativen Infrastruktur, die möglichst smart ausgestattet ist und Prozesse mit allen dafür benötigten Daten verwirklicht. Resilienz und Automatisierung sind dabei die Schlüsselfaktoren, die wir berücksichtigen sollten.

  1. Welches sind besonders kritische Bereiche einer solch smarten Infrastruktur?

Da wäre in erster Linie deren zumeist hohe Komplexität zu nennen, denn die einzelnen Bereiche müssen eng miteinander interagieren. Hinzu kommt die erforderliche Integration von operationaler Technologie (OT) mit der Informationstechnologie (IT). Das bedeutet, dass die IT mit Zulieferströmen und Produktion zusammengebracht wird. Investitionen sollen verringert werden, während Integrität und Verfügbarkeit der Daten zunehmen müssen. In einer solchen Umgebung ist digitales Diversity Management unabdingbar.

  1. Was bedeutet Diversity Management genau?

Dazu gehören verschiedene Aspekte, wie die Schaffung von Visibilität oder das Handling von Compliance. Gerade im Fall des Datenmanagements kann dies eine sehr komplexe Aufgabe sein. Zudem geht es um Datensicherheit und Bedrohungsschutz, sowie die sichere nahtlose Zusammenarbeit der Unternehmensanwendungen. Diversity Management kann nicht gelingen, wenn die Abteilungen für sich allein agieren. Leider hat sich gezeigt, dass die meisten Firmen in einzelnen Bedrohungsszenarien denken, gegen die sie sich schützen müssen. Und das funktioniert bereits seit Jahren nicht mehr, führt aber dazu, dass Organisationen auf Vorfälle nicht vorbereitet sind, also nicht angemessen und schnell reagieren können.

  1. Was sind aus Ihrer Sicht die besten Ansätze, um diese Herausforderungen zu meistern?

Die Antwort ist eindeutig: Kompetenzen bündeln und Silo-übergreifend denken. Cross Boundary Collaboration ist gefragt, damit alle Aspekte zentral zusammengefügt werden können. Neue Werkzeuge, beispielsweise die Cloud Plattformen., erfordern neue Anwendungsszenarien und Prozesse. Am Anfang muss das Risikomanagement stehen. Es gilt zu klären, welche Anwendungen und Prozesse vorhanden sind, wo die Daten liegen beziehungsweise ausgetauscht werden, welche Tools und Vorgehensweisen eingesetzt werden können – kurz gesagt, geht es darum festzustellen, wo die Organisation bezüglich der Sicherheit steht und welches Ziel sie erreichen will. Nur so lässt sich Innovation fördern.

  1. Wie kann Trend Micro Unternehmen dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern?

Wir können Unternehmen ein einheitliches Sicherheitsmanagement bieten, das das Diversity Management vom Standpunkt der Security unterstützt. Die 30-jährige Erfahrung in der Cybersecurity Forschung und unser daraus entstandenes globales Bedrohungsnetzwerk (Smart Protection Network) sind unser Fundament um zu wissen, wie wir die Unternehmensdaten und die Daten der Kunden auch morgen zu schützen zu haben. Unsere Lösungen lassen sich in fast jede Plattform integrieren und sind vollständig Cloud-agnostisch. Somit kann man das Trend Micro Sensornetzwerk auch in alle Unternehmensprozesse einbetten.

Zusätzlich können Sie den Vortrag „Wandel zu smarter Infrastruktur – Das Gold liegt im Prozess“ nochmals ansehen.

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