Pwn2Own Tokio: Drei Tage erfolgreichen Hackings

Originalbeitrag von Dustin Childs

Der Sieger und Master des Pwn2Own Tokio Hacking-Wettbewerbs steht nun fest. Bereits zum zweiten Mal in diesem von COVID-19 bestimmten Jahr waren es ZDI-Schwachstellenforscher, die drei Tage lang auf Anweisungen der über Online-Plattformen zugeschalteten Teilnehmer virtuell die Hacking-Versuche vorführten. Insgesamt gab es 136.500$ Preisgeld für den erfolgreichen „Missbrauch“ 23 einzigartiger Bugs für sechs unterschiedliche Geräte. Gewinner des Wettbewerbs und neuer „Master of Pwn“ ist das Team Flashback gefolgt von DEVCORE.

Flashback, auch bekannt als Pedro Ribeiro (@pedrib1337) und Radek Domanski (@RabbitPro) hatten mit zwei verschiedenen Hacking-Versuchen Erfolg und erhielten dafür insgesamt 40.000$: Sie nahmen zuerst die WAN-Schnittstelle des Netgear Nighthawk R7800 Router ins Visier und verwendeten eine aus zwei Bugs bestehende Verbindung, um den Router zu kompromittieren und einen Backdoor dort abzulegen, der auch einem Fabriks-Reset widerstand. Beim zweiten Mal kompromittierten sie die WAN-Schnittstelle auf einem drahtlosen Router mithilfe von drei Bugs. Als Folge konnten sie beliebigen Code auf dem TP-Link AC1750 Smart WLAN-Router ausführen.

Die Zweitplatzierten, DEVCORE, nahmen sich das Synology DiskStation DS418Play NAS vor. Der erste Einbruchsversuch misslang, doch dann erlangten sie über einen Heap Overflow Root-Zugang zum Server. Am nächsten Tag konnten sie erfolgreich ihre Fehlerkombination zur Codeausführung auf einem Western Digital My Cloud Pro Series PR4100 NAS zeigen. Insgesamt erhielten sie 37.500$ für ihre Vorführungen.

Die endgültige Rangliste der Teilnehmer sieht folgendermaßen aus:

Wie nach jedem Pwn2Own-Wettbewerb erhielten die Anbieter die Einzelheiten zu den Schwachstellen und haben nun 120 Tage Zeit, Sicherheits-Patches dafür zu erstellen.

Weitere Einzelheiten zu den Ereignissen der drei Tage finden Interessierte im ZDI-Blog.

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