Report zeigt Cloud als eines der Hauptziele von Angriffen

Originalbeitrag von Bharat Mistry

Der gerade erschienene Data Breach Investigations Report“ (DBIR) von Verizon bietet seit nunmehr 12 Jahren interessante Einblicke in die aktuellen Trend in der Bedrohungslandschaft. Für den aktuellen Report wurden 32.000 „Vorfälle“ und fast 4.000 Diebstähle weltweit analysiert. Ganz allgemein fällt auf, dass 70% der Diebstähle im letzten Jahr von Tätern außerhalb des Unternehmens begangen wurden – dies widerspricht der der weit verbreiteten Meinung, Innentäter seien die Hauptakteure. Weitere 22% wurden durch menschliche Fehler möglich. Zwei Haupttrends lassen sich aus dem Bericht herauslesen.

Zum einen steigt die Zahl der Cloud-Assets, die von Einbrüchen betroffen sind: In etwa einem Viertel (24%) dieser Vorfälle sind Bestandteile von Cloud-Systemen oder Services mit involviert. In den meisten Fällen (73%) wurde ein Email- oder Web-Anwendungsserver ins Visier genommen und bei 77% der Events nutzten die Angreifer vorher gestohlene Login-Informationen. Persönliche Daten sind immer häufiger betroffen, oder zumindest werden diese Diebstähle aufgrund gesetzlicher Bestimmungen öfter gemeldet. Bei 58% der Verstöße waren personenbezogene Daten beteiligt,  fast doppelt so viel wie letztes Jahr.

Diese große Beliebtheit von Phishing-Angriffen erklärt Verizon damit, dass Cyberkriminelle immer den schnellsten und einfachsten Weg für eine Kompromittierung wählen. Dies stimmt mit den Beobachtungen von Trend Micro überein. Der „Cloud App Security Report 2019“ zeigte einen jährlichen 35-prozentigen Anstieg der Credential Phishing-Versuche ab 2018.

86% der Übergriffe waren finanziell motiviert, wenngleich Spionage und fortgeschrittene Bedrohungen am meisten Aufsehen erregten. Der Credential-Diebstahl, Angriffe über Social Engineering (d.h. Phishing und Business Email Compromise) und Fehler verursachten die Mehrzahl der Einbrüche (67% oder mehr). Ransomware machte 27% der Malware-Vorfälle aus, und 18% der Unternehmen blockten mindestens eine Ransomware.

Auch erweitert sich die unternehmensweite Angriffsfläche, weil immer mehr Geschäftsprozesse und Daten in Cloud-Systeme migriert werden. Deshalb wird es für Unternehmen immer wichtiger, vertrauenswürdige Sicherheitspartner zu finden, die sie dabei unterstützen, den nativen Schutz zu verbessern, den Cloud Service Provider anbieten.

Zum anderen stellt der DBIR eine steigende Tendenz zu Cloud-basierten Datendiebstählen aufgrund von Fehlkonfigurationen fest. Der Bericht geht davon aus, dass 22 % der Einbrüche aufgrund von menschlichen Fehlern möglich waren, viele davon eben durch Konfigurationsprobleme. Typischerweise werden Cloud-Datenbanken oder Dateispeichersysteme infolge eines Fehlers eines Auftragnehmers oder Inhouse IT-Admins im Internet exponiert.

Auch dies ist ein Bereich, den Trend Micro bereits als Bedrohung für Unternehmen hervorgehoben hat. Tatsächlich identifiziert Trend Micro Cloud One – Conformity durchschnittlich 230 Millionen Fehlkonfigurationen täglich.

Der langfristige Trend geht in Richtung einer stärkeren Migration in die Cloud, einer höheren Abhängigkeit von Web-Anwendungen für das Arbeiten an Remote-Standorten und zu mehr Komplexität, da Unternehmen in hybride Systeme von mehreren Anbietern investieren. Das bedeutet ein potenziell höheres Cyberrisiko, das CISOs meistern müssen.

Sicherheitsempfehlungen

In erster Linie sind gerade Cloud-Verantwortliche gut beraten, ein tiefes Verständnis dafür zu entwickeln, wie ihre Unternehmen die Cloud nutzen, um die passenden Sicherheitsrichtlinien und -standards zusammen mit durchsetzungsfähigen Rollen und Verantwortlichkeiten festlegen zu können. Des Weiteren sind Schulungen und Awareness-Programme für Mitarbeiter wichtig. Zudem sollten Best Practices befolgt werden, so etwa die Anwendung von Multi-Faktor-Authentifizierung bei Mitarbeiterkonten, Richtlinien für den Zugang mit den geringsten Privilegien und mehr.

Sicherheitslösungen wie Cloud App Security verbessert den Built-in-Schutz in Office 365, G Suite und für Cloud Dateisharing-Dienste, weil die Lösung Malware und Phishing-Versuche blocken kann. Trend Micro Cloud One – Conformity wiederum liefert automatisierte Sicherheits- und Compliance-Prüfungen, um Fehler bei der Konfiguration zu vermeiden und Cloud Security Posture Management nach Best Practices zu ermöglichen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.