Risiken der digitalen Angriffsfläche managen

Originalbeitrag von Trend Micro

Die digitale Transformation hat die Verlagerung in die Cloud beschleunigt, und Unternehmen können dadurch mehr und schneller Innovationen einführen und über traditionelle Büroumgebungen hinaus expandieren. Dies hat jedoch zu neuer Komplexität für ein effektives Angriffsflächen-Risikomanagement geführt. Wie lassen sich Cyberrisiken in den drei Phasen des Lebenszyklus von Risiken für die Angriffsfläche besser verstehen, kommunizieren und abmildern?

Angriffsflächenmanagement (Attack Surface Management, ASM) bezeichnet die kontinuierliche Erkennung, Bewertung und Eindämmung der Angriffsflächen im IT-Ökosystem eines Unternehmens. Diese Aufgabe unterscheidet sich von der Erkennung und Überwachung von Assets dadurch, dass ASM die Sicherheitslücken aus der Perspektive des Angreifers bewertet, einschließlich des Risikos für Menschen, Prozesse und Technologie.

Besseres Risikomanagement

Die digitale Transformation hat dazu geführt, dass sich die Angriffsfläche von Unternehmen rapide vergrößert hat – 50 % der Unternehmen verfolgen einen Cloud-nativen Ansatz, um sowohl Mitarbeiter als auch Kunden zu unterstützen, und die Zahl der vernetzten Geräte wird bis 2025 voraussichtlich auf 55,9 Milliarden steigen. Die Verlagerung in die Cloud und die drastische Zunahme der Vernetzung bieten böswilligen Akteuren neue Angriffsvektoren.

Daher ist es klar, dass Sicherheitsverantwortliche ihre Strategien und Prozeduren für das Risikomanagement überarbeiten müssen, nicht nur, um kostspielige Ransomware-Angriffe und Unterbrechungen der Arbeitsabläufe zu vermeiden, sondern auch, um die neuen Vorschriften für die dringend benötigte Cyberversicherung zu erfüllen.

Wie also können Sicherheitsverantwortliche die Angriffsfläche in ihrem Unternehmen im Griff behalten und den Kriminellen einen Schritt voraus sein? Indem sie eine einheitliche Cybersicherheitsplattform nutzen, die eine kontinuierliche Transparenz und Überwachung der Sicherheit während der Entdeckungs-, Bewertungs- und Eindämmungsphasen des Lebenszyklus von Angriffsrisiken ermöglicht.

Erkennen der digitalen Angriffsoberfläche

Zunächst benötigen die Teams vollständige Transparenz, um ihre Angriffsflächen erkennen zu können. In Form von Silos vorhandene Einzelprodukte für Endpunkte, Benutzer, Geräte, Cloud, Netzwerke usw. erschweren eine Bestandsaufnahme. Es gilt auch zu bedenken, dass neue Projekte mit Open-Source-Abhängigkeiten und Benutzer-/Gerätekonten sofort in Betrieb genommen werden, was bedeutet, dass Sicherheitsteams in der Lage sein müssen, ihr gesamtes Ökosystem zu überblicken, und zwar während es sich ändert und nicht erst danach.

Eine Cybersicherheitsplattform mit umfassender Integration von Drittanbietern ermöglicht es, das gesamte Ökosystem von einem Dashboard aus zu überblicken, was wertvolle Zeit spart und eine bessere Einschätzung des Cyberrisikos ermöglicht

Bewerten des Cyberrisikos

Als Nächstes müssen Teams alle Schwachstellen und Schwachpunkte bewerten und nach Prioritäten ordnen. Dies gilt nicht nur für Systeme, sondern auch für Benutzertypen. So sind beispielsweise Mitarbeiter der Führungsebene die häufigsten Ziele für BEC-Angriffe (Business Email Compromise). Außerdem ist eine Zunahme von Kampagnen zu beobachten, die auf Software-Supply-Chains und DevOps-Pipelines abzielen, was bedeutet, dass auch Prozesse auf Sicherheitslücken untersucht werden müssen.

Und wie immer muss dies ein fortlaufender Prozess sein. So kann sich beispielsweise das Benutzerverhalten mitten in einer Session ändern und eine Beendigung des Zugriffs erforderlich machen. Eine einheitliche Plattform mit tiefgreifender, nativer Integration im gesamten Unternehmen ermöglicht es, eine Zero-Trust-Strategie zu implementieren , die die Anforderung unterstützt, alle Benutzer, Anwendungen und Geräte mit Zugriff auf Ihre IT-Infrastruktur kontinuierlich zu überprüfen und zu bewerten.

Im Gegensatz zu Einzelprodukten, bei denen die Daten in Silos gesammelt werden, kann eine Plattform kontinuierlich Bedrohungsdaten über die gesamte Angriffsfläche (Endpunkte, Netzwerke, Cloud und E-Mail) speichern und korrelieren, um weniger, aber zuverlässigere Warnungen zu erzeugen. Auf diese Weise können Sicherheitsteams kritische oder schwerwiegende Cyberrisiken eingrenzen und priorisieren, ohne zeitaufwändige, manuelle produktübergreifende Korrelationen vornehmen zu müssen. Außerdem können so die Anforderungen an Erkennung und Reaktion erfüllt werden, die moderne Versicherungspolicen für Cyberrisiken heute stellen.

Mindern des Risikos

Und schließlich ist es nicht nur wichtig, Risiken in der gesamten digitalen Angriffsfläche zu erkennen und zu bewerten, sondern auch Empfehlungen für Abhilfemaßnahmen zu erhalten und in der Lage zu sein, die Schadensbegrenzung so weit wie möglich zu automatisieren. Eine einheitliche Plattform mit Sicherheitskontrollen für mehrere Umgebungen kann dazu beitragen, die Abschwächung von Risiken mit hoher Priorität zu automatisieren, wie z. B. die Anwendung virtueller Patching-Funktionen, um den Umfang eines Angriffs zu begrenzen, damit sich Sicherheitsteams auf die weitere Untersuchung konzentrieren können. Angesichts des Fachkräftemangels, kann die Möglichkeit, Tools zu konsolidieren und eine einheitliche Plattform zu nutzen, ebenfalls zur Risikominderung beitragen.

Fazit

Ein besseres Management der digitalen Angriffsfläche beginnt mit den richtigen Werkzeugen: einer einheitlichen Cybersicherheitsplattform mit umfassender Integration von Drittanbietern, die sich nahtlos in ein bestehendes Sicherheitssystem einfügt. Profitieren Sie von einer Plattform wie Trend Micro One, die mit innovativen Sicherheitsfunktionen wie XDR, kontinuierlicher Bedrohungsüberwachung, Risikobewertungen und Automatisierung ausgestattet ist, um Sicherheitsteams zu entlasten, Erkennung und Reaktion zu beschleunigen und Compliance- und Cyberversicherungsanforderungen zu erfüllen.

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