Symptome erkennen: Schutz für Geräte Netzwerke im Home Office

von Trend Micro

Manche Unternehmen hat der plötzliche Wechsel der Mitarbeiter zur Arbeit im Home Office unvorbereitet getroffen. Und die Folge davon sind nicht gesicherte Systeme, die im Unternehmen laufen, oder angreifbare Hardware in den Umgebungen der Mitarbeiter zu Hause. Cyberkriminelle versuchen, aus dieser Situation Profit zu schlagen. Doch Anwender und Unternehmen können sich dagegen schützen, wenn sie die Symptome eines Angriffs erkennen und Best Practices beachten.

Trend Micro stellt im Vergleich zu Dezember 2019 einen signifikanten Anstieg bei Angriffen auf Remote-Systeme und vernetzte Geräte fest.

Bild 1. Eingehende Infektionen und Angriffsversuche auf Geräte von Dezember 2019 bis März 2020, Daten aus dem  Smart Home Network (SHN) von Trend Micro

Cyberkriminelle bedienten sich bekannter Techniken und griffen über die üblichen Eintrittspunkte an, um in die Heimnetzwerke und Geräte der Benutzer einzudringen. Die Akteure weiteten ihre Aktivitäten mit den bekannten Taktiken und Methoden merklich aus, vom Ausnutzen der häufig noch vorhandenen Standardpasswörter, bis zum wiederholten Missbrauch ungepatchter Schwachstellen und den Scans nach offenen Ports und Diensten sowie der Installation von Backdoors.

Bild 2. Vergleich der wichtigsten Methoden für das Eindringen in Systeme, Dezember 2019 bis März 2020

Mit Fortschreiten der Pandemie und der steigenden Zahl von Mitarbeitern, die Home-Netzwerke für ihre Arbeit nutzten, nahmen auch die bösartigen Routinen zu, die auf Nutzer abzielten, und diese mit Coronavirus-bezogenen Nachrichten köderten. Und auch wenn nicht alle Einbrüche, bösartigen Routinen und Angriffe erkennbare Anzeichen aufweisen, gibt es verräterische Symptome, die von nicht-technischen Mitarbeitern überprüft werden können, um festzustellen, ob ihre Geräte gehackt oder mit Malware infiziert wurden. Einige bösartige Routinen weisen keine offensichtlichen Anzeichen einer Infektion oder eines Eindringens auf, und einige Symptome werden erst nach bestimmten Benutzeraktionen sichtbar.

 

 

 

 

 

 

 

Details, wie Sie Ihre Geräte schützen können, finden Sie in unserer Infografik. Bitte klicken zum Vergrößern

Wie können Geräte kompromittiert werden?

Cyberkriminelle ändern oder verbessern ständig ihre Techniken, um eine steigende Zahl von mobilen und intelligenten Geräten infizieren und angreifen zu können. Deshalb sollten Nutzer die folgenden Taktiken kennen und bestimmte Aktionen vermeiden:

  • Herunterladen von Apps, Software und/oder Medien aus Drittanbieter-Marktplätzen oder -Websites. Diese Apps könnten bösartige Komponenten enthalten, sich als bekannte Apps ausgeben oder Funktionen beinhalten, die nichts mit ihrem angeblichen Zweck zu tun haben.
  • Internetverbindungen über öffentliche WLAN-Netzwerke. Bedrohungsakteure können sich in diese Netzwerke dazuschalten und Informationen daraus stehlen. Auch könnten die verfügbaren Verbindungen gefälschte Hotspots sein, die Daten von den damit verbundenen Geräten kapern.
  • Anklicken von Phishing- und/oder SMShing-Links. Bedrohungsakteure verwenden in Emails oder Textnachrichten eingebettete bösartige URLs, um Gerätezugriff zu erlangen, Bank- oder persönliche Daten zu stehlen oder Malware zu verbreiten.
  • Zugriff auf bösartige und/oder infizierte Websites oder Apps. Bösartige Websites können dazu verwendet werden, Geräte zu infizieren, die absichtlich oder unabsichtlich auf diese Seiten zugreifen. Cyberkriminelle können Malware und weitere bösartige Befehle einschleusen oder eine Schicht über die legitime Seite legen, die sich als legitime Seiten ausgibt, um Besucher umzuleiten oder zu infizieren.
  • Jailbreaking. Dieses Vorgehen beinhaltet die absichtliche Aufhebung von Software- und Telekommunikationsbeschränkungen, um die eingebetteten exklusiven Funktionen des Geräts außer Kraft zu setzen, und bietet somit Ansatzpunkte, die böswillige Akteure ausnutzen können, wenn der Benutzer ins Internet geht.
  • Ungepatchte System- und/oder Medienschwachstellen. Sicherheitslücken im Betriebssystem, in der Hardware und in Anwendungen können Türen öffnen, die von Cyberkriminellen missbraucht werden.
  • Einsetzen von standardmäßigen Zugangsdaten. Standard-Benutzernamen und -Passwörter in Routern und Geräten, die von Herstellern und Netzwerk Service Providern vergeben werden, sind in der Regel für alle ihre Abonnenten ähnlich oder gleich. Cyberkriminelle können auf eine gemeinsame Liste zurückgreifen, um bei Angriffen auf diese Geräte zuzugreifen.
  • Gezielte Angriffe. Hochrangige Personen in bestimmten Branchen sind begehrte Ziele. Ihre jeweiligen Geräte können dazu verwendet werden, ihre Bewegungen zu verfolgen und an hochwertige Kontakte sowie vertrauliche Informationen heranzukommen.

Die praktisch über Nacht eingerichteten Remote-Arbeitsumgebungen könnten die derzeitige Infrastruktur überfordern, aber jedes Unternehmen sollte sie als die neue Norm betrachten. Diese neuen Business-Continuity-Verfahren haben zu einer verstärkten Nutzung von persönlichen Arbeitsgeräten geführt, die mit Heimnetzwerken verbunden sind, und dies führt unter Umständen zu Problemen mit den möglicherweise geringeren Sicherheitsmaßnahmen zu Hause im Vergleich zum Arbeitsplatz. Daher müssen vorläufige Lösungen, die sich auf die Leistungserbringung konzentrieren, in langfristige und nachhaltige Geschäftslösungen geändert werden. Mehr denn je müssen die Benutzer den Datenzugriff zwischen ihrem Zuhause und dem Büro sichern.

Trend Micro überwacht auch weiterhin alle Angriffe und bösartigen Routinen bezüglich COVID-19, die Unternehmen oder Geräte kompromittieren können. Empfehlenswert ist auch ein vielschichtiger Schutz für alle Fronten, der Nutzer zudem daran hindert auf bösartige Domänen zuzugreifen. Die Endpoint-Lösungen von Trend Micro wie Smart Protection Suites und Worry-Free™ Business Security können Malware und bösartige Domänen erkennen und blocken.

Als zusätzliche Verteidigungsschicht kann Trend Micro™ Email Security Spam und andere Email-Angriffe vereiteln. Der Schutz wird ständig aktualisiert, um das System sowohl vor alten als auch neuen Angriffen schützen zu können. Trend Micro™ InterScan™ Messaging Security bietet umfassenden Schutz, der ankommende Bedrohungen und nach außen gehende Daten stoppt, sowie Spam und andere Email-Bedrohungen blockiert.

Nutzer können auch den umfassenden Schutz von Lösungen wie Trend Micro™ Security und Trend Micro™ Internet Security nutzen. Diese Systeme bieten einen effizienten Schutz vor Bedrohungen für IoT-Geräte, indem sie Malware an den Endpunkten erkennen. Schließlich lassen sich vernetzte Geräte über Sicherheitssoftware schützen wie Trend Micro™ Home Network Security und Trend Micro Smart Home Network™ (SHN), die den Internetverkehr zwischen dem Router und allen damit verbundenen Geräten prüfen. Die Trend Micro™ Deep Discovery™ Inspector Netzwerk-Appliance kann alle Ports und Netzwerkprotokolle überwachen und Unternehmen vor gezielten Angriffen schützen.

Weitere Informationen und Empfehlungen zum Corona-bedingten Arbeiten von zu Hause finden Sie hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.